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Übersicht über Ziele und Aufgaben der Ausbildung

Die Ziele der Ausbildung werden durch das Bremische Lehrerausbildungsgesetz (BLAG) und die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Lehrämter (pdf, 455.3 KB) bestimmt.
Ziel der Ausbildung ist die Befähigung zu einem Lehramt an öffentlichen Schulen.

Details zu den Zielen der Ausbildung

Die Ausbildung soll die Lehrer und Lehrerinnen qualifizieren, wissenschaftlich fundiert eigenständig und verantwortungsbewusst die ihnen im Bremischen Schulgesetz übertragenen Aufgaben zu erfüllen, an der Weiterentwicklung ihrer Schule mitzuwirken und den Anforderungen sich verändernder Schulpraxis gerecht zu werden. Dabei sollen Lehrer und Lehrerinnen insbesondere auch befähigt werden, Schüler und Schülerinnen so zu fördern, dass sie unabhängig von ihrer sozialen Herkunft ihr Recht auf Bildung verwirklichen können. Dies schließt ein die Fähigkeit,

  1. auf der Grundlage bildungs- und fachwissenschaftlicher Erkenntnisse zu unterrichten,
  2. fachübergreifende Problemstellungen in den Unterricht einzubinden,
  3. Förderung und Individualisierung des Lernens in heterogenen Lerngruppen zu ermöglichen,
  4. Methoden anzuwenden, die dem Ziel gerecht werden, Schülerinnen und Schüler zur Selbsttätigkeit zu erziehen,
  5. auf der Grundlage grundlegender kommunikationswissenschaftlicher Erkenntnisse Gespräche zur Beratung oder Konfliktregulierung mit Schülern, Schülerinnen, Eltern, Ausbildenden und Arbeitskolleginnen und -kollegen zu führen,
  6. die notwendigen schulrechtlichen Kenntnisse in ihre Arbeit einzubeziehen,
  7. die notwendige Medienkompetenz aktuell zu halten und in ihre Arbeit einzubeziehen,
  8. auf der Grundlage wissenschaftlicher diagnostischer Kenntnisse Lernentwicklungen und Leistungen zu beschreiben und zu beurteilen,
  9. individuell und im Team die eigene Arbeit zu evaluieren und sich fachlich und überfachlich
    fortzubilden,
  10. sich an der Qualitätsentwicklung der Schule zu beteiligen. (§ 3 (2) BLAG)

Die Aufgaben der Ausbildung

Aufgabe des Vorbereitungsdienstes ist laut Bremischem Lehrerausbildungsgesetz „die Fortsetzung, Vertiefung und Ergänzung der universitären Ausbildung für die berufliche Tätigkeit."

Der Schwerpunkt der Ausbildung im Vorbereitungsdienst liegt auf der verantwortlichen Planung, Durchführung und kollegialen Auswertung selbstständiger Unterrichtstätigkeit an Schulen.

Dabei sollen die Referendare und Referendarinnen Kenntnisse und Fertigkeiten erwerben, insbesondere

  1. in den rechtlichen Grundlagen, die den Rahmen der beruflichen Tätigkeit setzen,
  2. in der akzeptierenden Gesprächsführung mit Schülerinnen und Schülern und Eltern,
  3. in der Gremienarbeit mit dem Ziel der Qualitätsentwicklung des Unterrichts und des übrigen schulischen Lebens sowie
  4. in der Reflexion der beruflichen Tätigkeit mit anderen Lehrern und Lehrerinnen.
    Bei ihrer Ausbildung werden die Referendare und Referendarinnen vom Landesinstitut für Schule und den Schulen beraten und unterstützt.“ (§ 3 (2) BLAG)
    Die reguläre Dauer des Vorbereitungsdienstes beträgt 18 Monate.

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Lehrämter in Bremen

Es gibt folgende Lehrämter in Bremen:

  1. Lehramt an Grundschulen und Sekundarschulen/Gesamtschulen mit dem Schwerpunkt Grundschule oder dem Schwerpunkt Sekundarschule/Gesamtschule,
  2. Lehramt an Gymnasien/Gesamtschulen,
  3. Lehramt an beruflichen Schulen,
  4. Lehramt für Sonderpädagogik

Mit dem Abschluss in einem der oben genannten Lehrämter kann nach § 1 Bremisches Lehrerausbildungsgesetz auch in anderen Schularten unterrichtet werden:

  • Das Lehramt an Grundschulen und Sekundarschulen/Gesamtschulen mit dem Schwerpunkt Sekundarschule/Gesamtschule befähigt auch zum Unterricht in der Mittelstufe des Gymnasiums sowie in den allgemein bildenden Fächern der beruflichen Schulen, soweit diese auch Abschlüsse der Sekundarstufe I vermitteln.
  • Das Lehramt an Gymnasien/Gesamtschulen befähigt auch zum Unterricht in der Sekundarschule sowie zum Unterricht in den allgemein bildenden Fächern der beruflichen Schulen.
  • Das Lehramt an beruflichen Schulen befähigt auch zum Unterricht in den Jahrgangsstufen 7 bis 10 der Gesamtschule und der Sekundarschule sowie in den Jahrgangsstufen 7 bis 12 des Gymnasiums.
  • Das Lehramt für Sonderpädagogik befähigt auch zum Unterricht in der Grundschule und in der Sekundarschule sowie für Schülerinnen und Schüler mit besonderen Schwierigkeiten in beruflichen Bildungsgängen.

Die Befähigung zu einem der Lehrämter wird durch das Bestehen der Zweiten Staatsprüfung erworben.

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Elemente der Ausbildung

Die Ausbildung im Referendariat setzt sich aus unterschiedlichen Bausteinen zusammen. Zum einen finden Seminarveranstaltungen im Landesinstitut statt, zum anderen gibt es Unterricht in der Schule.
Der Vorbereitungsdienst dauert 18 Monate.

Seminare

Es gibt sowohl regelmäßige erziehungswissenschaftliche als auch fachdidaktische Seminarveranstaltungen. Die erziehungswissenschaftlichen Seminare finden in der Regel vormittags, die fachdidaktischen am Nachmittag statt. Die Seminarveranstaltungen werden von Fachleiterinnen und Fachleitern oder von Ausbildungsbeauftragten in der Funktion von Fachleiterinnen bzw. Fachleitern durchgeführt.

In den erziehungswissenschaftlichen Seminaren werden pädagogische, psychologische, soziologische, allgemeindidaktische, gesellschaftliche und schulrechtliche Fragestellungen behandelt. Ein wesentlicher Bestandteil ist die Beratung bei konkreten Unterrichtsvorhaben und bei Unterrichts- und Schulproblemen. Das erziehungswissenschaftliche Seminar dient u.a. der Integration der Fächer und dem Austausch über die Fächer hinaus. Weitere Informationen finden Sie unter Erziehungswissenschaften.

In den fachdidaktischen Seminaren werden fachdidaktische, fachwissenschaftliche und unterrichtspraktische Fragestellungen behandelt. Ein wesentlicher Arbeitsschwerpunkt liegt in der konkreten Unterrichtsplanung und Unterrichtsanalyse.
In jedem Ihrer beiden Fächer nehmen Sie an einem fachdidaktischen Seminar teil. Der Begriff Fach steht hier auch für die Lernbereiche der Grundschule und für die sonderpädagogischen und beruflichen Fachrichtungen.
Die Fachsitzungen finden 14-täglich nachmittags statt. Näheres finden Sie unter Ausbildungsfächer.

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Wahlpflichtbereich

Eine Modularisierung mit Wahlmöglichkeiten und Formen der Individualisierung erfolgen sowohl anteilig in den Seminaren als auch im fachübergreifenden Wahlbereich.

Der Wahlbereich ist ein verbindlicher Bestandteil des Referendariats im Landesinstitut für Schule und versteht sich als Ergänzung der Seminararbeit. Seine Inhalte orientieren sich an den Kerncurricula der Erziehungswissenschaften und den Fachdidaktiken sowie an den Bildungsstandards der KMK.

Eine aktuelle Übersicht der Wahlpflichtkurse (pdf, 110.5 KB) stellen wir Ihnen zur Verfügung.

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Ausbildung in der Schule

Fachleiterinnen, Fachleiter und Ausbildungsbeauftragte des Landesinstituts für Schule führen die Ausbildung in Abstimmung mit den Schulen durch. Eine regelmäßige Betreuung der Referendare und Referendarinnen durch Hospitationen erfolgt durch die zuständigen Ausbilderinnen und Ausbilder des LIS sowie durch Mentorinnen und Mentoren in den Schulen.
Die Fachleiter/innen sowie Mentorinnen und Mentoren betreuen und beraten im Rahmen von Hospitationen und nach Bedarf auch davon unabhängig.

Die Abteilung Ausbildung organisiert die Zuweisung der Referendarinnen und Referendare an die Schulen. Der unterrichtliche Einsatz von Referendarinnen und Referendaren an den Schulen wird im Einvernehmen zwischen den Hauptseminaren des Landesinstituts und der Schule geregelt.

Umfang des Unterrichts

Die Ausbildung in der Schule umfasst 12 Stunden Ausbildungsunterricht und Hospitationen pro Woche. Zu Beginn der Ausbildung hospitieren die Referendarinnen und Referendare zunächst überwiegend im Unterricht von Fachlehrerinnen und Fachlehrern ihrer beiden Unterrichtsfächer. Danach werden sie mit 10 Stunden eigenverantwortlichem Unterricht eingesetzt; 2 Stunden bleiben weiterhin für Hospitationen oder Ausbildungsunterricht gemeinsam mit einer Fachlehrerin/einem Fachlehrer.

Praxis und Reflexion

Im Unterricht wird die nötige berufliche Routine erworben bzw. erweitert. Diese Praxiserfahrungen sind in den erziehungswissenschaftlichen und fachdidaktischen Veranstaltungen im Landesinstitut Ausgangspunkt für gemeinsame Reflexion. So besteht für die Referendarinnen und Referendare die Möglichkeit, ihr eigenes Unterrichtskonzept zu entwickeln und immer intensiver in die Rolle als Lehrerin bzw. Lehrer hinein zu finden.

Schule außerhalb des Unterrichts

Weiter nehmen die Referendarinnen und Referendare an allen schulischen Aktivitäten außerhalb des Unterrichts wie z.B. Konferenzen, Projekten, Schulveranstaltungen, Elternabenden, Schullandheimfahrten usw. teil. Während der Ausbildung sollten die Referendar/innen jeweils an einer Klassen- bzw. Kursfahrt teilnehmen.
Ein besonders wichtiger Bereich ist die Beteiligung an Schulentwicklungsprozessen.

Ausbildungskoordinatoren

An den Schulen stehen für die Betreuung von Referendarinnen und Referendaren Ausbildungskoordinatoren zur Verfügung. Sie sind Ansprechpartner/innen für die Referendarinnen und Referendare, wenn es um den Unterrichtseinsatz geht oder darum, Informationen, die die Schule als Ganzes betreffen, zu vermitteln bzw. die Ausbildung zwischen Schule und LIS abzustimmen.

Mentorinnen und Mentoren

Besonders wichtige Ansprechpartner/innen in der Schule sind für die Referendarinnen und Referendare die Mentorinnen und Mentoren.
Das sind Lehrerinnen oder Lehrer, die für jedes Fach individuell zur Verfügung stehen. Sie

  • unterstützen beim Hineinfinden in die Berufsrolle als Lehrerin oder Lehrer
  • sind Berater/in „vor Ort“ bei der Entwicklung von Berufsroutinen
  • führen vorbereitete und reflektierte Unterrichtsbesuche durch
  • helfen bei der Förderung der Handlungskompetenz in allen schulpraktischen, d.h. in allen unterrichtlichen, pädagogischen und organisatorischen Belangen.

Fachleiterinnen und Fachleiter bzw. Ausbildungsbeauftragte

Neben der schulinternen Betreuung im Unterricht werden Referendarinnen und Referendare durch Fachleiterinnen und Ausbildungsbeauftragte in Hospitationen unterstützt und beraten. Dabei sind individuelle Beratung und auch gemeinsame Beratungen in kollegialen Beratungsverfahren vorgesehen.

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Weiter führende Informationen

Power-Point-Präsentation zum Bremischen Schulsystem (ppt, 2.5 MB)

Die Standards der Kultusminsterkonferenz für die Lehrerbildung

Meldeunterlagen/Versicherung II. Staatsprüfung

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