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Filmarchiv - Überblick

Bremer Stadtporträts im historischen Film

Zur nächsten Mittwochsrunde laden das Schulmuseum Bremen und das Zentrum für Medien/Landesfilmarchiv des LIS ein:

Am 16. Juni um 19.30 Uhr Schulmuseum Bremen,
Auf der Hohwisch 61-63, 28207 Bremen
T 0421-361 30 30

Aus dem Fundus des Landesfilmarchivs werden dokumentarische Filmschätze aus und über die Vergangenheit Bremens gezeigt.

Der Film „Bremen: "Schlüssel zum Reich - Schlüssel zur Welt" wurde für die große Bremer Industrieausstellung im Jahr 1938 produziert und zeigt zwar unter anderem auch Bilder von den stadtbremischen Häfen und der AG Weser, geworben wird aber vor allem mit der Schönheit der Stadt, ihren Kulturschätzen und historischen Bauten.
Zwanzig Jahre später wird der Film "Irgendwann begegnen wir uns" gedreht. Es ist eine Dokumentation von Hans-Günther Österreich aus dem Jahr 1955. Der Film ist ein getreues Spiegelbild der Wiederaufbau- und Wirtschaftswunderzeit und zeigt u.a. die neuen Wohngebiete im Bremer Westen, die Normalisierung des Schulbetriebs, den wirtschaftlichen Boom im Hafenbetrieb und wie sich Menschen im Bürgerpark erholen.
Vergleicht man beide Filme, erkennt man nicht nur, wie sich die Stadt verändert hat, sondern die Filme spiegeln auch in ihrer Bildsprache und gesamten Gestaltung den jeweiligen Zeitgeist, Filme verfolgen eine Absicht und die Analyse, wie sie das tun, ist ein außerordentlich spannendes Thema.

Referent: Dr. Diethelm Knauf, Landesfilmarchiv Bremen (LIS/Zentrum für Medien)

Mittwochsrunde: Bremer Stadtporträts im historischen Film (pdf, 487.4 KB)
 


DVD Bremerhavener Bildergedächtnis

Das Bremerhavener Bildergedächtnis. Biografien

Wo Geschichte konstruiert wird, muss sie auch dekonstruiert werden, und zwar in all ihrer medialen Vielfalt. Erinnerungen, persönliche und akademische, von Kollektiven und Individuen, in gedruckter wie visueller und auditiver Form sind der Rohstoff der Geschichte.
Erinnern ist auch das, was die Protagonisten dieser DVD Reihe getan haben. In ihren Biographien spiegelt sich allgemeine Geschichte wider, wird lebendig, nachvollziehbar. Ob Verfolgung in der Nazi-Zeit, Friedensbewegung, Wiederaufbau nach dem Krieg, Hafenrundfahrten als Existenzsicherung, oder schlicht die „Liebe zu Bremerhaven“ – diese Erinnerungen sind Teil des historischen Gedächtnisses der Stadt.
In Kooperation mit dem Kulturladen Grünhöfe in Bremerhaven ist die DVD-Edition „Bremerhavener Bildergedächtnis“ entstanden.

Erläuterungen "Bremerhavener Bildergedächtnis" (pdf, 15.8 KB)
Biografien "Bremerhavener Bildergedächtnis" (pdf, 211.3 KB)


Das Landesfilmarchiv Bremen sucht, sammelt und archiviert historische Filmdokumente zu Bremen, Bremerhaven und Norddeutschland.
 
Vor vielen Jahren schon hat die UNESCO Filme als zu bewahrendes Kulturgut eingestuft. Diese Einschätzung ist auch Leitlinie der Arbeit des Landesfilmarchivs Bremen. In unserer Gesellschaft ist es gängige Praxis, visuelle und auditive Kulturprodukte vorwiegend unter ästhetischen und künstlerischen Gesichtspunkten zu behandeln. Eine Auffassung von Film als Zeitzeugnis, historischer Quelle und zu bewahrendem Kulturgut ist immer noch ungewöhnlich, denn unsere Kultur ist nach wie vor eine auf das Schriftliche fixierte Kultur. Bei seiner Archivierungstätigkeit folgt das Landesfilmarchiv einem umfassenden Verständnis von "Film", der für uns Produkt und Zeugnis einer Kultur ist, dazu eine Kunstform, eine gesellschaftliche Institution; ein Wirtschaftsfaktor; technisches Medium und möglicherweise Spiegel einer biographischen Geschichte. Besonders wichtig ist für uns die Alltagsgeschichte der Menschen und wie diese sich im Medium Film widerspiegelt. Wir suchen, sichten, archivieren und bewahren Filme für die Zukunft, sammeln also Dokumente zur politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung Bremens und des norddeutschen Kulturraums insgesamt.

Sinn und Zweck des Landesfilmarchivs ist es:
  • Historische Filmaufnahmen und Filmwerke inklusive der historischen Technik zu sichern, zu pflegen und der Nachwelt zu bewahren und zu überliefern. Dazu gehören die filmische Spurensuche, das Pflegen, Rekonstruieren und Restaurieren filmischer Dokumente sowie die Recherche zum Umfeld der Filmdokumente (Entstehungszusammenhänge, Urheber- und Verwertungsfragen, Begleitmaterialien, zeitgenössische Rezeption u. ä.).

  • Das historische Filmmaterial zu werten, in die Filmgeschichte einzuordnen und seine Bedeutung für die lokale/regionale Kultur zu bestimmen.

  • Das Filmschaffen der Gegenwart zu dokumentieren. Dazu gehören Sammlung, Sichtung, Analyse und Bewertung der Filmproduktionen professioneller, halbprofessioneller und amateurfilmproduzierender Institutionen, die Bestimmung der Archivwürdigkeit der Produktionen, Katalogisierung und Verschlagwortung.

  • Dienstleistungen für schulische und außerschulische Bildungszwecke, für wissenschaftliche Forschung und Lehre, für journalistische Recherche anzubieten.

  • Ein besonderes Anliegen ist es, unsere Materialien einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Das können Schulen, Firmen, Bürgerhäuser, Weiterbildungsträger, Geschichtsgruppen oder interessierte Hobbyhistoriker sein. Mittelfristig arbeiten wir an der Erschließung der filmischen Quellen und ihrer Publikation in Form eines wissenschaftlich fundierten Gesamtkataloges bremischer Filmdokumente.

Für die Zukunft träumen wir von der Einrichtung einer "Archivkinemathek" und/oder eines "Archivkinos".
Wo heutiger Gebrauch medialer Produkte als Versatzstück oder Zitat über ihren originären Sinn hinwegtäuscht, spielt die Erforschung der Film- und Mediengeschichte eine zentrale Rolle. In unserem didaktischen Archiv wird Unterrichtsgeschichte in Gestalt historischer Medien und ihrer Entwicklung dokumentiert. Neben geschichtsträchtigen Geräten finden sich in der Sammlung viele Großbild-Dia-Serien kommerzieller Schulmedienhersteller (ca. 1914 - 1950), Lichtbild- und Filmbestände von RWU (1934 - 1945) und FWU (1947 bis heute) sowie diverse Eigenproduktionen Bremer Lehrer und Schüler. Hier arbeiten wir eng mit der schulgeschichtlichen Sammlung zusammen. Ein derzeitiger Arbeitsschwerpunkt ist die Erforschung der Funktion des Unterrichtsfilms im Nationalsozialismus.

Einen umfassenden Einblick in die Schätze des Landesfilmarchivs erhalten Sie hier.

Das Landesfilmarchiv ist Mitglied im Netzwerk Mediatheken Externes Angebot.

Digitalisierung von Medien Externes Angebot


Fritz Fröllje, Mitbegründer der Bremer Filmamateure bei der Arbeit

Produktionen aus dem Landesfilmarchiv finden Sie unter "Aus alt mach neu"

Ansprechpartner Filmarchiv:

Herr Dr. Diethelm Knauf
Zentrum für Medien
Landesfilmarchiv und didaktisches Archiv
Große Weidestraße 4 - 16
Raum 220 + 221
28195 Bremen
Tel.: + 49 (0)421 361 7845
Fax: + 49 (0)421 361 7846





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  • Landesfilmarchiv im Fernsehen

    Sendungen aus dem Filmarchiv sind auch im Medienverleih erhältlich  Extern: Landesfilmarchiv im Fernsehen

  • Produktionen aus dem Landesfilmarchiv finden Sie unter "Aus alt mach neu" 

  • Internetfeature

    Faszinierende Filmausschnitte aus historischen Dokumenten, die einen repräsentativen Einblick in die Schätze des Landesfilmarchivs geben. Extern: Internetfeature