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Themenvorschläge für neue Netzwerke

Ausschreibung von Forschungsthemen für neue Netzwerke

[COUNTER VERSTECKT]Der aus den Schulen gemeldete Forschungsbedarf wurde in sechs Themenbereiche nach folgenden Kriterien gebündelt.

  • Kompatibilität mit Schwerpunkten der bildungspolitischen Entwicklung in Bremen
  • Transferierbarkeit
  • Machbarkeit im Rahmen eines SBF-Projektes
  • Anschlussfähigkeit an Ergebnisse von bereits durchgeführten Projekten

Themenbereich 1 Individuelles Lernen – Förderung entsprechend der individuellen Voraussetzungen und Ressourcen: Veränderungen von Unterrichtsformen und Lehrertätigkeit
Kompatibilität mit Schwerpunkten der bildungspolitischen Entwicklung in Bremen Eine Umstellung des Unterrichts auf individuelles Lernen entspricht den Erkenntnissen der Bildungsforschung und der Forderung nach Kompetenzorientierung. Das Erreichen festgelegter Standards (zentrale Abschlussprüfungen) wird so auf unterschiedlichen individuellen Wegen ermöglicht. So kann ein Ausgleich bei unterschiedlichen Lernausgangslagen erreicht werden. Die Ermöglichung individuellen Lernens im Unterricht ist eine zentrale Aufgabe für den Umgang mit Heterogenität.
Damit trifft dieser Forschungsbereich eine zentrale Problematik bei der inhaltlichen Umstrukturierung des Bremer Schulwesens.
Die Umstellung auf individuelles Lernen impliziert eine Reihe von Veränderungen bezüglich der Unterrichtsformen, Unterrichtsmethoden und – damit zusammenhängend – der Lehrertätigkeit.
In diesem Bereich müssen die Forschungsfragen gemeinsam mit der Universität präzisiert werden.
Transferierbarkeit Die Veränderung der Schulstruktur durch die Einrichtung von „Oberschulen“ als Gemeinschaftsschulen einerseits und Gymnasien, die gehalten sind, alle Schülerinnen und Schüler zum Abitur zu führen andererseits, bedeutet, dass alle schulischen Einrichtungen im Bereich der Sek.I von einem Forschungsvorhaben in diesem Bereich profitieren können.
Machbarkeit im Rahmen von Schulbegleitforschung (SBF) Bereits vorhandene Erfahrungen in Bremer Schulen mit individuellem Lernen und die Möglichkeit, den Forschungsbereich exemplarisch auf bestimmte Fragestellungen zu fokussieren, ermöglichen ein Forschungsvorhaben im gegebenen Rahmen.
Gleichzeitig ist Praxisforschung gerade in diesem Bereich geboten, da so die Probleme der Implementierung individuellen Lernens im Schulalltag erkannt und wissenschaftlich weiter bearbeitet werden können.
Anschlussfähigkeit an Ergebnisse von bereits durchgeführten Projekten Das Netzwerk „Fördern durch Aufgabenorientierung“ (2008/11) bearbeitet im Fremdsprachenbereich eine ähnliche Fragestellung.
Die Fragestellung findet sich auch wieder im Netzwerk „Mathematik“.
Ebenfalls liegen dazu Ergebnisse aus den SBF-Projekten 32, 82, 165 vor.
Vorgeschlagen von Roland zu Bremen Oberschule (ehemals Schulzentrum Flämische Straße); Grundschule Tami-Oelfken-Schule; Grundschule Rönnebeck.
Mögliche Konkretisierungen Es lassen sich folgende Forschungsfragen / Forschungsfelder im Bereich „Individuelles Lernen“ fokussieren.

Diagnose und Konsequenzen:
Aus Testinstrumenten Unterstützungsinstrumente entwickeln - Wie können die Ergebnisse von Vergleichsarbeiten und Lernstandsuntersuchungen (VERA, LAU) zum Entwickeln individueller Förderpläne genutzt werden?

Unterrichtsentwicklung und Schulentwicklung:
Entwicklung von Unterstützungsangeboten und Herausforderungen unter besonderer Berücksichtigung sowohl der langsameren als auch der schnellen Lerner.
Welche Lernarrangements (Wochenplanarbeit, Projektarbeit, Lerntagebuch, Kompetenzraster, Portfolio etc.) sind geeignet, individuelle Förderung im Regelunterricht zu implementieren?
Welche strukturellen Voraussetzungen müssen dafür erfüllt

Themenbereich 2 Sprachförderung
„Stärkenorientierte Sprachförderung in der Berufsfachschule“
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Kompatibilität mit Schwerpunkten der bildungspolitischen Entwicklung in Bremen Schülern mit Migrationshintergrund zu verstärken, da eine nicht zufrieden stellende Sprachkompetenz vielen Jugendlichen die Aussicht auf eine erfolgreiche berufliche Entwicklung verbaut.
Das Forschungsvorhaben beinhaltet die Aufgabe, ein Förderkonzept zu entwickeln und zu erproben, das eine erfolgreiche Absolvierung der zentralen Abschlussprüfungen ermöglicht.
Transferierbarkeit Die erwarteten Ergebnisse können nicht nur im Bereich der beruflichen Bildung, sondern auch in den allgemein bildenden Schulen zur Vorbereitung auf die zentralen Abschlussprüfungen in der Sek. I eingesetzt werden.
Machbarkeit im Rahmen von Schulbegleitforschung (SBF) In mehreren Schulen Bremens liegen bereits praktische Erfahrungen vor, die in einem SBF-Netzwerk gebündelt und mit wissenschaftlicher Unterstützung ausgewertet und weiterentwickelt werden können.
Im gegebenen Rahmen sind daher konkrete Forschungsergebnisse zu erwarten.
Anschlussfähigkeit an Ergebnisse von bereits durchgeführten Projekten „Als Anknüpfungspunkte können die Ergebnisse und Erfahrungen des Modellversuchs SuS (Förderung von Sprachkompetenz und Selbstwirksamkeit) als Teilelement von FörMig und die Ergebnisse anderer FörMig-Projekte dienen. Im Rahmen von FörMig haben vier Bundesländer an der Schnittstelle Übergang Schule-Beruf kooperiert. Dabei wurden Konzepte, Leitlinien und Materialien zur Sprachstandsdiagnose und Sprachförderung entwickelt, auf die zurückgegriffen werden kann.“ (Aus dem vorliegenden Antrag).
Die Aneignung der Fachsprache wurde im SBF-Projekt 156a untersucht.
Anknüpfungspunkte auch bei „lea – Literalitätsentwicklung von Arbeitskräften“; ebenso bei Ergebnissen der PISA-Studie sowie bei Fragestellungen aus dem Netzwerk Förderdiagnostik.
Vorgeschlagen von Regina Piontek, Fachleiterin am LIS für Politik und DaZ/DaF. Schulen: SZ Neustadt, SZ Walle, TBZ, SZ Blumenthal, Albert-Einstein-Schule, ABS.
Mögliche Konkretisierungen Begründung
Die Zusammensetzung der Berufsfachschulenklassen ist sehr heterogen. Die Schülerinnen und Schüler kommen aus verschiedenen allgemeinbildenden Schulen, der ABS oder aus berufsorientierenden Klassen, die zum Hauptschulabschluss führen. Eine grundsätzliche Herausforderung in diesen Klassen ist der Sprachstand der Jugendlichen, wobei Probleme besonders bezogen auf die Schriftsprache auftreten und Auswirkungen auf das Leseverständnis und die Textproduktionen in den berufsbezogenen Theorie- und Praxisfächern haben.

Arbeitsfelder, die an den Berufsfachschulen bearbeitet werden müssen
Lehrerinnen und Lehrer der Berufsfachschulen sehen sich der Anforderung ausgesetzt, Jugendliche in einem Jahr so zu fördern, dass sie eine Chance haben, die Abschlussprüfung zu bestehen. In der Berufsfachschule am SZ Neustadt wurde in den vergangenen zwei Jahren begonnen, diverse Ansätze zur Sprachförderung zu erproben. Von der Annahme ausgehend, dass ein sinnvolles Förderkonzept die Verbindung zwischen Sprachstandserhebung, Bestimmung von Förderzielen und Förderdidaktik verbinden muss, ergeben sich grundsätzliche Arbeitsfelder, die sinnvollerweise kollegial und schulübergreifend bearbeitet werden können:

  • Pädagogische Sprachstandsdiagnostik
  • Additive und integrierte Förderung im Fach Deutsch
  • Sprachsensibler Fachunterricht (Theorie- und Praxisfächer, Mathematik)
  • Innere Differenzierung und Materialerstellung
  • Erprobung bestehender Materialien und Differenzierungsangebote (Internet)
  • Selbstständiges Arbeiten von Schülerinnen und Schülern
  • Kooperation an den Schnittstellen (Übergang von allgemeinbildender Schule zur Berufsschule, Übergänge innerhalb der Schule, Übergang in den Beruf)
  • Kooperation mit den Muttersprachenlehrerinnen/lehren der Jugendlichen mit Migrationshintergrund

Stärkenorientierter Ansatz
Durch ihre zwei- oder mehrsprachige Sozialisation bringen Jugendlichen mit Migrationshintergrund manchmal Spracherfahrungen und Sprachkompetenzen mit, die in einem interkulturellen, stärkenorientierten Ansatz genutzt werden können. Auch Jugendliche mit der Muttersprache Deutsch, die bisher wenig Kompetenzen in der Schriftsprache entwickelt haben, können durch einen stärkenorientierten Ansatz, der gezielt von der mündlichen Sprachkompetenz zur Schriftsprache führt, gefördert werden.

Anknüpfungspunkte
Als Anknüpfungspunkte können die Ergebnisse und Erfahrungen des Modellversuchs SuS (Förderung von Sprachkompetenz und Selbstwirksamkeit) als Teilelement von FörMig und die Ergebnisse anderer FörMig-Projekte dienen. Im Rahmen von FörMig haben vier Bundesländer an der Schnittstelle Übergang Schule-Beruf kooperiert. Dabei wurden Konzepte, Leitlinien und Materialien zur Sprachstandsdiagnose und Sprachförderung entwickelt, auf die zurückgegriffen werden kann.

Netzwerk
Da das Netzwerk auch die Arbeit an der Schnittstelle einbeziehen soll, ist einerseits an eine Kooperation zwischen Berufsfachschulen, andererseits exemplarisch an die Kooperation mit Schulzentren gedacht. Auch eine Kooperation mit der ABS ist sinnvoll, da von hier regelmäßig Schülerinnen und Schüler an die Berufsfachschulen kommen.

Themenbereich 3 Veränderung der Schulstruktur – Übergangsentscheidungen und Beratungsprozesse
Kompatibilität mit Schwerpunkten der bildungspolitischen Entwicklung in Bremen Liegt im Bereich der bildungspolitisch aktuellen Entwicklung von Oberschulen in Bremen und der damit intendierten Verbesserung des Übergangs auf weiterführende Schulen. Zugleich steht das Thema Migration im Mittelpunkt, da der Forschungsbedarf aus dem Schulbezirk Osterholz angemeldet wird.
Konkrete Fragestellungen ergeben sich in Bezug auf den Übergang von der Grundschule in die Sekundarstufe 1 durch den Wegfall der Empfehlungen und die wachsende Bedeutung von Beratung für die Elternentscheidungen. Dazu gehören Fragen der Kooperation zwischen den Schulen sowie die Probleme der Weiterentwicklung von Schulzentren zu Oberschulen.
Ausgehend von dem vorliegenden Antrag der Schulen im Bezirk Osterholz wird vorgeschlagen, das Forschungsvorhaben auf die Fragestellung „Beratungsprozesse bei Übergangsentscheidungen“ mit besonderer Berücksichtigung der Bedürfnisse und Möglichkeiten von Kindern aus Einwanderfamilien zu fokussieren und unter Mitwirkung der Universität zu präzisieren.
Transferierbarkeit Die zu erwartenden Ergebnisse können für alle Lehrerinnen und Lehrer zur Erhöhung der eigenen Beratungskompetenz und Sensibilisierung für den Umgang mit Kindern aus Einwandererfamilien genutzt werden.
Um den Transfer der Ergebnisse des laufenden Netzwerks „Übergänge und Migration“ zu gewährleisten, sollte das neue Netzwerk für Schulen aus anderen Schulbezirken geöffnet werden.
Machbarkeit im Rahmen von Schulbegleitforschung (SBF) Bezogen auf die unten genannten Bereiche ist ein konkretes Ergebnis im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten zu erwarten.
Anschlussfähigkeit an Ergebnisse von bereits durchgeführten Projekten Das Forschungsvorhaben schließt nahtlos an die Ergebnisse aus dem Netzwerk „Übergänge und Migration“ in Osterholz an.
Vorgeschlagen von Schulen im Bezirk 37 Osterholz:
GS: Andernacher Straße, Düsseldorfer Straße,Ellenerbrokweg, Osterholz, Pfälzer Weg, Uphuser Straße, FÖZ Ellenerbrokweg, SZ Koblenzer Straße, Albert-Einstein-Schule, Gesamtschule 0st
Mögliche Konkretisierungen Transfer der Erfahrungen aus dem laufenden Netzwerk „Übergänge und Migration“ an Schulen außerhalb des Schulbezirks Osterholz mit ähnlichen Problemen, z.B. im Schulbezirk Gröpelingen.
Evaluation der nachhaltigen Wirksamkeit des Transferprozesses unter den Gesichtspunkten:
  • Qualifikation von Lehrkräften als Berater in Übergangsprozessen,
  • Vernetzung der Schulen im Stadtteil.

Dabei könnte der Aufbau der „Neuen Oberschule Gröpelingen“ den Fokus der Forschungs- und Entwicklungsarbeit bilden.

Themenbereich 4 Neuer Unterricht mit Medien – Entwicklung und Erprobung eines elektronischen Portfolios in der Werkschule
Kompatibilität mit Schwerpunkten der bildungspolitischen Entwicklung in Bremen Das Forschungsvorhaben liegt im bildungspolitischen Schwerpunkt der Veränderung von Unterricht durch die Nutzung elektronischer Medien.
Im Mittelpunkt steht die mit der veränderten Schulstruktur neu eingerichtete Werkschule, in der die Nutzung des e-Portfolios überprüft werden soll. Dabei geht es auch um die Implementierung individuellen Lernens.
Transferierbarkeit Die zu erwartenden Ergebnisse sind von Bedeutung für die Arbeit mit elektronischen Medien in allen allgemein bildenden bzw. beruflichen Schulen Bremens.
Machbarkeit im Rahmen von Schulbegleitforschung (SBF) Es ist zu erwarten, dass im gegebenen Rahmen konkrete Ergebnisse erreicht werden können, da bereits praktische Erfahrungen mit e-Portfolios und Ergebnisse einer Arbeitsgruppe vorliegen, an die sich das Forschungsvorhaben anschließen kann.
Anschlussfähigkeit an Ergebnisse von bereits durchgeführten Projekten Im Bereich e-Portfolio können die Erfahrungen des Projekts 162, ebenso wie die Ergebnisse des Modellversuchs PIK (Elektronisches Portfolio der Sprachen) genutzt werden.
Vorgeschlagen von LIS: Abt. 1 und 2.
Mögliche Konkretisierungen Entwicklung und Einsatz eines elektronischen Portfolios zur Lernbegleitung, Prüfungsvorbereitung und
–durchführung in der Werkschule sowie für Bewerbungen um Ausbildungsplätze. In einer LIS-Arbeitsgruppe „Portfolio Werkschule“ wird gegenwärtig ein solches Portfolio vorbereitet. Bis zum Halbjahr 2009/10 werden zunächst die zentralen Elemente eines solchen Portfolios erarbeitet, dann die technische Umsetzung zunächst in einer Erprobungsfassung bis Ende des laufenden Schuljahres vorbereitet. Zum Schuljahr 2010/11 könnten dann Lehrkräfteteams an mehreren Werkschulstandorten den Einsatz und den Nutzen eines solchen Portfolios unter klaren Rahmenbedingungen erproben und zur Optimierung eines solchen Instrumentes beitragen.

Themenbereich 5 Teamentwicklung im Kollegium
Kompatibilität mit Schwerpunkten der bildungspolitischen Entwicklung in Bremen Das Forschungsvorhaben liegt im bildungspolitischen Schwerpunkt einer Entwicklung von Teamstrukturen in Kollegien. Die Entwicklung von Teamstrukturen spielt im Rahmen der veränderten Schulstruktur und der sich damit ändernden Lehrertätigkeit für die Unterrichts- und Schulentwicklung eine wichtige Rolle.
Das Forschungsvorhaben muss in Zusammenarbeit mit der Universität und anderen Schulen / Grundschulen konkretisiert werden.
Die Fragestellung könnte auch auf das Gebiet Schulleitungshandeln ausgedehnt werden, vgl. Q2E-Prozess.
Transferierbarkeit Ist für alle Schulen, insbesondere auch für die Implementierung inklusiven Unterrichts von Bedeutung.
Machbarkeit im Rahmen von Schulbegleitforschung (SBF) Ist bei entsprechender Konkretisierung der Fragestellung im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten machbar.
Anschlussfähigkeit an Ergebnisse von bereits durchgeführten Projekten Anknüpfungspunkte ergeben sich bei Erfahrungen aus dem Q2E-Prozess und Ergebnissen der Unterrichtsentwicklung („Erfolg im Team“, LIS Abt.1) sowie beim Projekt „Lehrer im Team“ (LiT, Robert.Bosch-Stiftung)
Vorgeschlagen von Grundschule am Bunnsacker Weg
Mögliche Konkretisierungen Inhalt und Ziel der Forschungstätigkeit eines SBF-Netzwerkes kann die Entwicklung und Evaluation von Teamarbeit in der Grundschule / in den neuen Oberschulen sein.
Vorgeschlagen wird die Untersuchung von Gelingensbedingungen zur
  • Einrichtung und Arbeit von Jahrgangs- oder Klassenteams
  • Einrichtung und Arbeit von Fachteams (z. B. zur Erstellung von Unterrichtseinheiten und zur Curriculumentwicklung)
  • Kooperation zwischen sozialpädagogischen Fachkräften und Lehrkräften im Ganztagsschulbetrieb
  • Kooperation zwischen sonderpädagogischen Fachkräften und Lehrkräften im Zusammenhang mit den einzurichtenden ‚Zentren für unterstützende Pädagogik’ (ZuP). Hierzu wurde auch Bedarf innerhalb eines Workshops des laufenden Netzwerks ‚Förderdiagnostik’ auf der Nordverbundstagung SBF artikuliert.

Im Einzelnen könnten beispielhaft jeweils folgende Fragen Inhalt einer Netzwerkarbeit sein:
Qualifikation der Teamleitung, zeitliche Abläufe und Ressourcen, Teamfähigkeit der Lehrkräfte, Regeln der Zusammenarbeit (u. a. Verbindlichkeit vs. Spielraum der/s Einzelnen).

Zudem könnten Erfahrungen mit Teamarbeit von Lehrkräften untersucht werden - auch aus den Programmen LiT und Q2E – und auf diese Weise Gelingensbedingungen rekonstruiert und Wissen nutzbar gemacht werden.

Themenbereich 6 Professionalisierung von Lehrkräften im Umgang mit verhaltensauffälligen Schülern – Verbindung von Lehrertätigkeit und Schulsozialarbeit
Kompatibilität mit Schwerpunkten der bildungspolitischen Entwicklung in Bremen Das Forschungsvorhaben greift ein wichtiges Thema auf. Der vorliegende Problemaufriss bezieht sich zu großen Teilen auf sozialpädagogische Bereiche und damit auch übergreifend auf Probleme, die nicht vorrangig im schulischen Bereich gelöst werden können (Erziehungsfähigkeit von Eltern, Auffälligkeiten in KiTas, Rolle der Jugendhilfe). Hier müsste entsprechend eine Zusammenarbeit mit der Senatorin für Soziales erfolgen.
Transferierbarkeit Mit einer Veränderung der Schulstruktur wird das Thema insbesondere für die Oberschulen relevant, da mit der Auflösung der „Spezialschulen“ die zukünftigen Oberschulen ein verlässliches Unterstützungssystem für den Umgang mit verhaltensauffälligen Schülern brauchen.
Machbarkeit im Rahmen von Schulbegleitforschung (SBF) Wird die Fragestellung auf eine der unten genannten Möglichkeiten eingegrenzt, ist eine Bearbeitung im gegebenen Rahmen machbar.
Anschlussfähigkeit an Ergebnisse von bereits durchgeführten Projekten SCHUPS - Schulvermeidungspräventionsausschüsse; Erfahrungen des Zentrums für schülerbezogene Beratung
Vorgeschlagen von Föderzentrum Huchting
Mögliche Konkretisierungen Folgende Forschungsfelder / -linien werden zum Themenbereich vorgeschlagen:
  • Ausgangsuntersuchung zu Erfahrungen von Lehrkräften im Umgang mit verhaltensauffälligen Schülerinnen und Schülern
  • Konzepterstellung für den Umgang mit verhaltensauffälligen Schülerinnen und Schülern in der einzelnen Schule und dessen Evaluation und Weiterentwicklung. Stichworte zu einem Konzept wären: Zusammenarbeit mit sozialpädagogischen (und zukünftig verstärkt sonderpädagogischen)
    Fachkräften
  • Trainingsraum
  • Aufgaben der
    Beratungslehrkräfte
  • Streitschlichter (Mediation)
  • Kompetenzentwicklung / Professionalisierung der Lehrkräfte. Stichworte hierzu: Umgang mit Unterstützungsinstrumenten
  • Supervision mit Experten
  • Fortbildung zu Deeskalation und Kommunikation. Bei der Professionalisierung spielen das Erkennen der Grenzen der eigenen pädagogischen Möglichkeiten und die Annahme außerschulischer Hilfe (Zentrum für schülerbezogene Beratung, Jugendhilfe, Erziehungsberatung, KIPSY, SCHUPS*) eine wichtige Rolle.
  • Entwicklung von Raumkonzepten / Wirkungen von Raum- und Schulhofgestaltung (Raum als „dritter Erzieher“).

*Hinweis: Die Entwicklung und Evaluation von Kooperations- und Teamstrukturen gewinnt stark an Bedeutung mit dem Auftrag der Inklusion – hier insbesondere der Schülerinnen und Schüler mit emotional-sozialem Förderbedarf - und der Einrichtung der ZUP (siehe auch Themenbereich 5).