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Konfliktbearbeitung

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„Man geht aufrechter durch die Schule“
„Alle Konflikte zu mir!“
„Konfliktbearbeitung in der Schule“

Konflikte und Gewaltsituationen gehören in den Schulen inzwischen zum beruflichen Alltag. Pädagoginnen und Pädagogen fühlen sich darauf oft zu wenig vorbereitet, möchten aber souverän und professionell agieren. Das zeigt der große Zuspruch zu dem Programm „Konfliktbearbeitung in der Schule – Schulentwicklung und Gewaltprävention“, das in Kooperation der Bürgerstiftung mit dem Landesinstitut für Schule (LIS) seit einigen Jahren durchgeführt wird.

Das Konzept

“Kompetenzen, die helfen Störungen im sozialen System konstruktiv und entlastend zu bearbeiten, sind in erster Linie Kompetenzen im pädagogisch-psychologischen Bereich; bedeutsam hierbei ist die Beziehungsfähigkeit, besonders in Konfliktsituationen, um einen konstruktiven Umgang mit Konflikten zu ermöglichen.

Soziales Lernen und Erziehung finden immer statt, wenn Menschen in Lehr- und Lernsituationen miteinander agieren – auch (oder besonders nachhaltig und häufig fatal fortwirkend) in ungünstigen Beziehungssituationen.“ (vgl. zugrunde liegende Konzeption zu der Fortbildung, die von dem Dipl. Psychologen Frank Winter ursprünglich für das kriminologische Forschungsinstitut/Niedersachsen als eine Antwort auf ‚Wie kann man Gewalt an Schulen begegnen?’ erstellt worden war.)

Die 2 jährige Fortbildung zielt auf die

  • individuelle Stärkung der ausgebildeten Teilnehmerinnen und Teilnehmer (jeweils 3-5 pro Schule) im sozial-affektiven Bereich
  • Veränderung ihrer Konflikttoleranz
  • Erweiterung des Repertoires an Interventionsstrategien.

Das Vorgehen

„Lehrkräfte lernen sich professionell zu verhalten und professionell mit Konflikten umzugehen“, erklärt Frank Winter aus dem Leitungsteam der Fortbildung. In der ergänzenden Schulleiterqualifizierung geht es um Handlungsperspektiven für die beteiligten Schulleiterinnen und Schulleiter, die eine positive Schulkultur und ein gutes, lernförderliches Schulklima voran bringt. Wie können Schulleitungen mit ihren Lehrkräften in Kontakt bleiben? Was hilft der Schule weiter?

Bisher haben ca. 800 Lehrkräfte und Schulleitungsmitglieder teilgenommen.
Die Nachfrage zu der Qualifizierung ist unverändert groß; die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind begeistert. Die Bürgerstiftung Bremen hat einen Schwerpunkt ihrer Arbeit auf Konfliktbearbeitung und Gewaltprävention in Schulen gelegt und diese Fortbildung 2003 initiiert. Seit 2005 geschieht dies gemeinsam mit dem Landesinstitut für Schule.

Stimmen der Beteiligten

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„Eigentlich müsste ich im Hinblick auf Konfliktfälle in der Schule z.Z. wegen Überfüllung schließen“, meint ein Teilnehmer bei einer Startveranstaltung. Im Laufe der Fortbildung haben sich „mein Blick, die Wahrnehmung und mein Umgang mit Konflikten geschärft; wir haben gelernt souveräner und professioneller mit Konflikten umzugehen. Für die Arbeit in der Schule haben sich gute Anstöße für das Schulleben ergeben, z.B. wurden Ideen für Projekte, gemeinsame Aktionen mit Schülern, Eltern und Lehrern gefunden.“

„Die Fortbildung ist für mich eine Tankstelle!“ „Vor der Fortbildung habe ich am liebsten weggeschaut, wenn es Streitigkeiten, Probleme in der Schule gab. Jetzt sage ich: Alle Konflikte zu mir!“ „Die Lehrerinnen und Lehrer, die hier teilgenommen haben, übernehmen in der Schule wieder Erziehungsaufgaben“, stellt ein beteiligter Schulleiter beeindruckt fest.

Die Teamer

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Wie (fast) immer – Der Erfolg der Fortbildung „steht und fällt“ mit der Leitung. Hier haben wir das besondere Glück einer professionellen, kompetenten Leitung der Fortbildung durch das hervorragend kooperierende Team:

Frauke Dziomba, Dipl.-Psychologin, niedergelassene Psychoanalytikerin, Mediatorin im Strafrecht, diverse Fortbildungen und Lehrtätigkeiten in der Aus- und Weiterbildung von Rechtsreferendaren und Lehrkräften

Frank Winter, Dipl.-Psych., Leiter des TOA Bremen und des Kriseninterventionsteams Stalking und häusliche Gewalt. 1999 bis 2010 Lehrbeauftragter der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Universität Hannover. Seit 1978 Tätigkeiten im psychiatrischen Landeskrankenhaus Langenfeld/Rheinland, Realisierung des ersten deutschen Wohnheimprojekts gemeindenaher Psychiatrie in Deutschland, später stellvertretender Leiter des Dietrich-Langen-Instituts in Monheim/Rheinland. Zahlreiche Fachveröffentlichungen und Rezensionen in der PSYCHE, der PSYCHOSOZIAL.

Ansprechperson im LIS

Dr. Dietmar Ludwig, Tel. 0421 361 10817, E-Mail dludwig@lis.bremen.de