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Einführung in die Selbstevaluation

Was bedeutet der Begriff Evaluation?

Evaluation ist die systematische, methodisch kontrollierte Sammlung und Verarbeitung von Daten zur Vorbereitung von Entscheidungen.

Lehrers mit Fragezeichen um den Kopf, jpg, 16.6 KB

Stellen Sie sich vor, Sie haben gerade...

  • ein neues Unterrichtskonzept ausprobiert
  • ein Projekt zur Gewaltprävention organisiert
  • als Schulleitungsmitglied eine neue Vertretungsregelung etabliert

Nach Abschluß solch eines Projektes stellen sich Fragen wie: "Hat sich der Aufwand gelohnt? War es ein gutes Konzept? Sollte ich vielleicht noch etwas ändern?"

Diese Entscheidungen, ob etwas zum Beispiel angepasst, wiederholt oder auch ganz weggelassen werden kann, hängen von Ihrer Bewertung des Prozesses oder des Ergebnisses ab. Die Bewertung selbst nehmen Sie immer auf der Basis von bestimmten Information vor, die Ihnen zur Verfügung stehen. Die Qualität dieser Informationen (und damit letztendlich auch die Qualität der Bewertung) ist wiederum davon abhängig, mit welcher Methode die Informationen gewonnen worden sind.

Bei einer Evaluation wird deshalb durch die methodische Kontrolle der Datensammlung und Informationsgewinnung versucht, die Bewertung auf einer möglichst abgesicherten Datenbasis vorzunehmen. Für alle Beteiligten sollte dabei erkennbar sein, wie die Informationen erhoben und die Bewertungungen daraus abgeleitet worden sind.

Wann kann eine Evaluation durchgeführt werden?

Taschenuhr mit den Aufschriften

Schulinterne Evaluation kann zu verschiedenen Phasen von Schulentwicklungsprozessen durchgeführt werden:

Bestandsaufnahme in einem Teilbereich der Schule (Ist-Analyse)
Wie ist die aktuelle Situation in der Schule? Was ist der Ausgangspunkt unseres zukünftigen Entwicklungsprozesses?

Erhebungen zur Qualität des Arbeitsprozesses (Prozess-Analyse)
Wie ist ein aktuell laufender Entwicklungsprozess zu bewerten? Tun wir noch das was wir vereinbart haben?

Abschließende Bewertung von Arbeitsergebnissen (Produkt-Analyse)
Wie bewerten wir das Produkt unserer Entwicklung? Entsprechen die Ergebnisse unseren Zielsetzungen?

Angelehnt an: Behörde für Schule, Jugend und Berufsbildung; Freie Hansestadt Hamburg. (2000). Schulinterne Evaluation: Ein Leitfaden zur Durchführung (Seite 18)

Was bedeutet Selbstevaluation?

Das entscheidende Kriterium bei der Selbstevaluation ist, dass Sie selbst der Auftreggeber und Initiator der Evaluation sind. Das heißt, Sie entwickeln eine bestimmte Fragestellung und überlegen sich Mittel und Wege, um diese „methodisch kontrolliert“ beantworten zu können. Sie können aber auch externe Hilfe in Anspruch nehmen. So lange Sie selbst Entscheider bleiben, ist es Selbstevaluation.

Im Gegensatz dazu, ist bei der Fremdevaluation meist ein externer Auftraggeber mit einer bestimmten Fragestellung der Initiator der kontrollierten Datenerhebung und Auswertung.

Warum sollte sich Selbstevaluation für mich lohnen?

Waage mit den Schriftzügen

Selbstevaluation ist eine Chance...

  • Die eigene berufliche Tätigkeit laufend zu optimieren und als erfolgreich erleben zu können
  • Aus den Feedbacks lernen zu dürfen und motivierende Impulse zu erhalten
  • Ansprüche und Verantwortlichkeiten klarer zu sehen
  • Als Fachleute selbstsicher auftreten zu können
  • Sich gestützt zu fühlen und auf gemeinsame Qualitätsvorstellungen bauen zu können
  • Hinweise für die berufliche Weggestaltung zu gewinnen.

Für Schulen ermöglichen Maßnahmen der Selbstevaluation...

  • Den Einstieg in ein Konzept, das das Schulprogramm nach innen konkretisiert und absichert
  • Chancen zur Außendarstellung
  • Eine verbesserte Basis für die System-Steuerung durch Information, zum Beispiel für die Gestaltung eines Fortbildungsprogramms

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