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18-65203 - Ausbildung zur/m Schulmediator/in

Die Veranstaltung ist nicht mehr aktuell und befindet sich im Archiv.

Mit Konflikten im Schulalltag konstruktiv umgehen

Konflikte sind pädagogischer Alltag. Schlecht gelöste oder schwelende Konflikte belasten oft nicht nur einzelne Schüler/innen, sondern auch das ganze Klassen- und Arbeitsklima.

Mediation ist eine moderne und faire Methode der Konfliktlösung. Mediator/innen unterstützen Streitende als neutrale Moderator/innen, ihre Auseinandersetzung im Gespräch zu klären und einvernehmlich Lösungen zu finden. In vielen Schulen wird Mediation bereits eingesetzt, z.B. in Form von Schülerstreitschlichterprogrammen, aber auch Lehrkräfte und Schulsozialpädagog/innen selbst werden vermittelnd tätig. Im Klassenrat können - der Systematik der Mediation folgend – Probleme und Unstimmigkeiten innerhalb einer Klasse angesprochen und bearbeitet werden. Mediationskompetenz hilft auch dabei, schwierige Gesprächssituationen z.B. mit Eltern anders zu bewältigen.

Ziele und Inhalte:
Die Fortbildung vermittelt den Teilnehmer/innen zunächst das Phasenmodell der Mediation, die Grundannahmen, den Ablauf sowie das "Handwerkszeug" der Mediation. Ziel ist es dabei, Handlungssicherheit in der Rolle des neutralen Vermittlers zu erwerben, um als Mediator/in für Konflikte in der eigenen Schule zur Verfügung zu stehen.
Wenn Mediation trainiert wird, lassen sich eine Reihe zentraler, vielfältig anwendbarer Grundhaltungen und Techniken festigen, die im Umgang mit Konflikten von grundsätzlichem Wert sind (z. B. Allparteilichkeit, Empathie, Lösungsorientierung, aktives Zuhören, Umformulieren, Konkretisieren).
Im weiteren Fortbildungsverlauf geht es darum, das Konfliktlotsenprogramm sowie andere Möglichkeiten der systematischen Förderung einer "Konfliktkultur" in der Schule kennen zu lernen. Inhalte sind hier u.a. die Ausbildung von Schülermediator/innen, die schrittweise Implementierung von Mediation sowie Sozialkompetenztrainings. Die Teilnehmer/innen werden so unterstützt, Schritte konkreter Gewaltprävention durch Mediation in der eigenen Schule auf den Weg zu bringen. Abschließend lernen die Kursteilnehmer/innen Grenzen des Mediationsverfahrens realistisch einzuschätzen und erkennen erweiterte Nutzungsmöglichkeiten der Mediationskompetenzen auch außerhalb der eigentlichen Mediationsarbeit.

Ablauf:
Die Ausbildung gliedert sich in 5 Blöcke à 2 Tagen, jeweils Freitag und Samstag und hat einen zeitlichen Umfang von 80 Stunden. In Intervisionsgruppen vertiefen die Kursteilnehmer/innen die Anwendung des Gelernten in selbstorganisierter Gruppenarbeit jeweils zwischen den Ausbildungsblöcken in einem Umfang von 14 Stunden.

Zertifikat: Bei vollständiger Teilnahme sowie Nachweis einer durchgeführten Mediation in der eigenen Schulpraxis durch Erstellung einer Falldokumentation erhalten die Teilnehmer/innen ein Zertifikat vom LIS und von der Mediationsstelle BRÜCKENSCHLAG.

Der Eigenbeitrag für die Ausbildung beträgt 250 EUR pro Person (560 EUR für Externe).

Mehr zur Mediationsstelle Brückenschlag unter:
http://www.bs-lg.de/home.html

Zielgruppe
Primarstufe, Sek. I Oberschule, Sek. I Gymnasium, Sek. II gymnasiale Oberstufe, Sek. II Berufsbildende Schulen
Veranstaltungsleitung
Veranstaltungsart
zentrale VA Standardseminar
Beginn
19.10.2018
Ende
18.05.2019
Termine
19.10., 20.10., 30.11., 01.12.2018, 15.02., 16.02., 29.03., 30.03., 17.05., 18.05.2019
Uhrzeit
jeweils Fr. und Sa. von 9:00- 17:00 Uhr
Stunden
80,0
Anmeldeschluss
12.10.2018
Veranstaltungsort
LIS (Am Weidedamm)


Im LIS inhaltlich
verantwortlich
Meike Herminghausen
mherminghausen@lis.bremen.de
Im LIS organisatorisch
verantwortlich
Birgit Schröder
bschroeder@lis.bremen.de