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18-10006 - Wir finden Stolperwörter

Die Veranstaltung ist nicht mehr aktuell und befindet sich im Archiv.

ein Diagnoseinstrument zur Erfassung von Leseverstehensprozessen auf Satzebene in mehrsprachigen Lerngruppen

Ein wesentlicher Kritikpunkt an standardisierten Verfahren zur Lesediagnostik besteht darin, dass sie vorrangig für den Erwerb des Deutschen als Erstsprache konzipiert wurden; sich am monolingualen Erwerb orientieren und daher nicht ohne Weiteres auf multilinguale Erwerbsprozesse übertragbar sind. In der Anwendung bei Lernenden mit nichtdeutscher Erstsprache bzw. spracharm aufwachsenden Kindern können die Diagnoseinstrumente zu erheblichen Problemen in der Bearbeitung führen und letztendlich auch zu einer Verfälschung der Ergebnisse, da sie nicht auf die Komplexität sprachlicher Entwicklungsverläufe Bezug nehmen. Die Verfahren sind zumeist wenig kultursensibel und überprüfen anhand der ausgewählten Testitems häufig lediglich das Sprach- und Weltwissen der in der Mehrheitsgesellschaft aufwachsenden einsprachigen Kinder.

Ziele:
Im Rahmen der Fortbildung wird eine Modifikation des Stolperwörter-Lesetests (Metze 2005) vorgestellt, die Lesefähigkeiten auf Satzebene differenziert sowie systematisch erfasst und auf die spezifischen Bedürfnisse einer multilingualen Lerngruppe einzugehen versucht. Die Teilnehmer/innen sind dazu eingeladen, Möglichkeiten und Grenzen des Diagnoseverfahrens zu diskutieren, die testtheoretischen Annahmen in der praktischen Anwendung zu erproben und an weiteren Optimierungsbedarfen mitzuarbeiten.

Zielgruppe
Primarstufe
Veranstaltungsleitung
Veranstaltungsart
zentrale VA Standardseminar
Beginn
13.03.2019
Uhrzeit
15:30 - 18:30 Uhr
Stunden
3,0
Anmeldeschluss
06.03.2019
Veranstaltungsort
LIS (Am Weidedamm)
21,00 €


Im LIS inhaltlich
verantwortlich
Im LIS organisatorisch
verantwortlich
Birgit Schröder
bschroeder@lis.bremen.de