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Neues Lernen mit Medien:
Masterplan Medienbildung

Digitalisierung der Gesellschaft

Mädchen sitzt vor einem Tisch und hat ein Tablet in der Hand.

Schulen und Lehrkräfte sind aufgefordert, die zunehmend durch Medien geprägte Lebenswirklichkeit der Kinder und Jugendlichen auch innerhalb der Schule zu berücksichtigen und zu reflektieren. Die sogenannte Digitalisierung der Gesellschaft hat Auswirkungen auf die Bildungsprozesse an Bremer Schulen und beeinflusst schulische Lehr- und Lernprozesse. Digitale Medien können das ihnen von vielen Expertinnen und Experten zugeschriebene Potenzial nur dann entfalten, wenn dafür die technischen, organisatorischen und finanziellen Voraussetzungen geschaffen werden.

Untersuchung an Bremer Schulen und Initiierung des Masterplans

Um diese Veränderungsprozesse professionell zu begleiten wurden bereits 2010 ca. 1.000 Bremer Lehrkräfte und alle Schulleitungen befragt, ob digitale Medien als didaktisches Lernmittel eingesetzt und von den Schülerinnen und Schülern als Werkzeuge zum Lernen genutzt werden. Parallel dazu wurde erhoben, in welchem Umfang digitale Medien als Unterrichtsinhalt und damit der Erwerb von Medienkompetenz an Bedeutung gewonnen hat. Auf Basis der Untersuchungsergebnisse wurde 2010 bei der Senatorin für Bildung und Wissenschaft der sogenannte „Masterplan Medienbildung – Neues Lernen mit Medien“ initiiert.

Ziele des Masterplans 2011-2015

  • Medienbildung muss zu einem wesentlichen Bestandteil der Allgemeinbildung werden.
  • Es müssen strukturelle und qualitative Voraussetzungen geschaffen werden, damit Schülerinnen und Schüler Medienkompetenz erwerben können. Im Mittelpunkt dazu stehen Maßnahmen, die geeignet sind, zu einem sinnvollen, effizienten, verantwortungsvollen und kompetenten Umgang mit digitalen und analogen Medien zu erziehen.
  • Es werden geeignete Maßnahmen umgesetzt, damit Lehrkräfte in der Lage sind, die Unterrichtsqualität mit Hilfe digitaler Medien systematisch zu verbessern
  • Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte sollen Kenntnisse über die Funktionsweise der Medien und die Fähigkeit zu einem selbstbestimmten Umgang mit ihnen erlangen, um sich auch zukünftig in der Gesellschaft zurechtzufinden.

Umsetzung der Ziele

Um diese Ziele zu erreichen, wurden durch eine zentrale Steuerungsinstanz auch die Organisationslücken in den Bereichen Ausstattung, Infrastruktur, Beratung, Unterstützung und Support zwischen den Beteiligten geschlossen.
Für die Umsetzung der Steuerungsstruktur wurden zwei Gremien etabliert:

  • Die zentrale „Steuergruppe Schul-IT und Medienbildung“ mit Vertretungen aus beiden Abteilungen der Senatorin für Kinder und Bildung (SKB), des Landesinstituts für Schule (LIS), Bremerhavens, des Schul-Support-Service S3, Schulleitungsvertretern sowie des Instituts für Informationsmanagement Bremen ifib (als wissenschaftliche Begleitung und externe Unterstützung). Die Steuergruppe Masterplan hat sich als das operativ tätige Gremium bewährt, dessen Hauptaufgabe die Koordination aller Einzelaktivitäten von Schulen, Landesinstitut und senatorischer Dienststelle zur Medienbildung und pädagogischen IT in Schule und Unterricht ist. Sie definiert die IT-Architektur, die IT-Basiskomponenten sowie die Standards für die Hard- und Softwarewarenkörbe für die Schulen.
  • Als der Steuergruppe übergeordnetes strategisches Gremium fungiert das sogenannte „Mediaboard“ als Lenkungsausschuss. Ständige Mitglieder des Mediaboards sind die Leitungen der Abteilungen der SKB, der Direktor des Landesinstituts sowie der wissenschaftliche Direktor des Instituts für Informationsmanagement Bremen ifib und der Leiter der Steuergruppe.

Beide Gremien wurden über das Projektende hinaus dauerhaft implementiert. Eine Fortsetzung des Masterplans ist in Vorbereitung.

Weitere Informationen zum Masterplan

Bildungsplan Medienbildung

Der stufenübergreifende Bildungsplan Medienbildung liegt in einer Entwurfsfassung vor.
Entwurf des Bildungsplans (pdf, 52.4 KB)
Darüber hinaus wurden auf der Basis des Bildungsplans bereits folgende Handreichungen für Lehrkräfte entwickelt:

Handreichungen für die Sekundarstufe I sind in Arbeit.