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Lesekompetenz Grundschule

Lesende Kinder, JPG, 19.1 KB

Die Lesekompetenz der Schülerinnen und Schüler spielt in allen Unterrichtsfächern eine zentrale Rolle. Die Entwicklung der individuellen Lesekompetenzen muss vor dem Hintergrund der didaktischen Kompetenzen der Lehrerinnen und Lehrer im Bereich Lesen initiiert, begleitet, gesichert und gefördert werden. Ziel: die Schülerinnen und Schüler sollen eine ausgeprägte Identitätsfacette als Leserin und Leser entwickeln.
Aufgabe jedes Jahrgangsteams einer Grundschule ist es, eine gemeinsame Basis didaktischer Kompetenzen im Bereich Lesen zu schaffen.

Der Rahmenlehrplan Grundschule Deutsch (pdf, 916.9 KB) stellt eine Basis-Folie dar, die den Rahmen für den Aufbau der Lesekompetenzen bildet. Bremen und Berlin-Brandenburg haben gemeinsame Lehrpläne für die Grundschule von Jahrgang 1 bis 4.

Die Kolleginnen und Kollegen entwickeln gemeinsame Vorstellungen zu den "Plateaus" der Lesekompetenz, die in diesen Jahrgangsstufen, auch im Übergang von der Kindertagesstätte in die Grundschule, wesentlich sind:
Übergang von der interpersonalen Literalität (Prototyp: Mutter und Kind – "Wir") zur immer stärker ausgeprägten autonomen Literalität ("Ich"), die schließlich der Pubertätskrise ausgesetzt ist.

Die Lesekompetenzentwicklung lässt sich über drei Dimensionen abbilden:

  • Prozessebene
  • Subjektebene und
  • soziale Ebene

Vor diesem didaktischen Hintergrund gelingt es den Lehrerinnen und Lehrern die jeweilige Ausprägung der Kompetenzentwicklung zu diagnostizieren, um dann die jeweils nächsten Schritte für den Unterricht und die individuelle Lernentwicklung (Förderung) zu planen, umzusetzen und zu evaluieren.
Die Lehrerinnen und Lehrer kennen die Kompetenzprofile ihrer Schülerinnen und Schüler, bestimmen so die anschließende Kompetenzstufe und wählen geeignete Materialien aus, wenn die Leseentwicklung der Schülerinnen und Schüler stockt.
Für diese diagnostischen Prozesse werden, wenn die direkten pädagogischen Beobachtungen während des Unterrichts nicht ausreichen, auch gezielt diagnostische Verfahren (auch Tests) eingesetzt. So kann zum Beispiel der Stand der Kompetenzentwicklung im Bereich Leseflüssigkeit ermittelt werden, um dann geeignete Schritte zuerst innerhalb des Regelunterrichts, wenn notwendig, auch zusammen mit den Sprachberaterinnen und Sprachberatern, dem ZuP oder auch dem ReBUZ zu ergreifen.