
Am 8. Juni öffnete das Landesinstitut für Schule (LIS) seine Türen für rund achtzig Schülerinnen und Schüler aus neun Bremer Schulen und ihre Lehrkräfte und Schulleitungen. Im Rahmen des Pilotprogramms "Lernen durch Engagement in Bremen – gemeinsam Gesellschaft gestalten" präsentierten die jungen Teilnehmenden ihre ersten Projekte, tauschten Erfahrungen aus und nahmen an praxisorientierten Workshops teil. Die Atmosphäre war von Begeisterung und Stolz geprägt. Auf dem zentralen Projekt-Marktplatz berichteten die Schüler:innen souverän und mit leuchtenden Augen von ihren neuen Erfahrungen. Und der Funke sprang über: Der Senator für Kinder und Bildung, Mark Rackles, zeigte sich beeindruckt und betonte, dass diese Form des Lernens künftig möglichst vielen Bremer Schülerinnen und Schülern zugänglich gemacht werden solle.
Anschließend folgten die Workshops u.a. zu Kinder und Jugendbeteiligung, zu effektiven Fragetechniken und zu praktischen Klimaschutzmaßnahmen. Als krönender Abschluss des Tages überreichte Frau Dreyer die Urkunden allen Lerngruppen mit persönlichen Worten – ein Moment, den die jungen Empfänger:innen mit sichtlichem Stolz annahmen.
LdE verbindet schulisches Lernen mit gesellschaftlichem Handeln. Ziel ist es, Schülerinnen und Schülern zu zeigen, dass sie aktiv an der Gestaltung ihrer Umgebung mitwirken können. Dabei stehen zwei zentrale Wirkungsbereiche im Fokus:
1. Stärkung von Demokratie und Zivilgesellschaft – Jugendliche entwickeln Demokratie und Sozialkompetenzen, erfahren Selbstwirksamkeit und übernehmen Verantwortung.
2. Veränderung der Lernkultur – Lernende planen, setzen um und reflektieren Projekte eigenständig, wodurch Inhalte des Bildungsplans praxisnah und bedeutungsvoll erlebt werden.
In der Bremer Pilotphase arbeiten neun Schulen gemeinsam mit dem LIS, der Freiwilligen Agentur Bremen und den Stiftungen NORDMETALL und Barthel. Die Schulen entwickeln ihre Projekte anhand von sechs Qualitätsstandards, die gemeinsam mit dem Programmteam an die jeweiligen Bedarfe angepasst werden. So können einzelne Klassen im Fachunterricht, im Projektunterricht oder sogar im Wahl bzw. Pflichtfach LdE Methoden einsetzen. Beispiele aus den teilnehmenden Schulen reichen von Briefwechseln mit Senior:innen im Deutschunterricht über naturwissenschaftliche Experimente mit Grundschulklassen, die Anlage eines Barfußpfads, Aktivitäten mit Kitakindern bis hin zur Anlage einer Wildblumenwiese nach intensiver Auseinandersetzung mit Biodiversität.
Gesamtschule Ost, Oberschule Sebaldsbrück, Oberschule an der Kurt Schumacher Allee, Oberschule Überseestadt, Oberschule Lesum, Grundschule Auf den Heuen, Oberschule an der Helgolander Straße, Oberschule Habenhausen und Oberschule an der Hermannsburg
„Lernen durch Engagement in Bremen – gemeinsam Gesellschaft gestalten“ ist ein gemeinsames Projekt des Senators für Kinder und Bildung, des Landesinstituts für Schule und der Freiwilligen Agentur Bremen, unterstützt von der NORDMETALL Stiftung und der Barthel Stiftung.