Sprachbildung im Sinne einer gezielten Hinführung zur Bildungs- und Fachsprache ist ein zentraler Bildungsauftrag für die frühkindliche und schulische Bildung in Bremen. Sprachbildung ist grundsätzlich ein Anliegen aller Unterrichtsfächer und Bildungsbereiche und im Sinne der durchgängigen Sprachbildung ein Auftrag an alle Kitas und Schulstufen. Dabei soll davon ausgegangen werden, dass Sprachbildung auf die besonderen sprachlichen und sozio-kulturellen Lernvoraussetzungen aller Kinder und Jugendlichen Bezug nimmt, langfristig angelegt ist und systematisch mit den steigenden Anforderungen im Bildungsverlauf weitergeführt wird.
Sprachförderung ist als Teil der Sprachbildung zu verstehen und meint diagnosebasierte Förder- oder Fordermaßnahmen in bestimmten sprachlichen Bereichen. Hierbei steht an vielen Standorten auch der Ausbau alltagssprachlicher Kompetenzen im Fokus, z.B. bei mehrsprachig aufwachsenden Kindern und Jugendlichen und Kindern mit nichtdeutscher Familiensprache.
Das „Bremer Leseband“ ist ein Landesprogramm, welches in Kooperation zwischen der Senatorin für Kinder und Bildung (SKB) und der Unternehmerstiftung für Chancengerechtigkeit (USC) gGmbH entwickelt wurde und über das Landesinstitut für Schule seit Sommer 2023 umgesetzt wird. Dieses nachweisbar wirksame Förderkonzept wird in Etappen an allen Grundschulen sowie in den 5. und 6. Klassen der Oberschulen in Bremen und Bremerhaven implementiert und verstetigt.