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Talentlots:in werden?

Potenzialentfaltung und Begabungsförderung als Fortbildungsreihe für Bremer Kitas und Schulen

Drei Personen bei der Übergabe einer Plakette.

Die Fortbildungsreihe Qualifizierung zur Fachkraft für Potenzialentfaltung und Begabungsförderung (Talentlots:in) richtet sich an engagierte Lehrkräfte und Pädagogische Fachkräfte, die Kindern und Jugendlichen Chancen eröffnen und Bildungsbiografien stärkenorientiert mitgestalten wollen. Sie bietet praxisnahe Impulse, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und vor allem Raum für kollegialen Austausch und Netzwerkbildung. Denn begabungs- und leistungsförderliches Unterrichten und Begleiten gelingt nicht im Alleingang – es braucht ein gut abgestimmtes Miteinander im Team, im Kollegium und mit den Lernenden selbst. Wenn wir an den Stärken, Interessen und Bedarfen jedes Einzelnen ansetzen, entstehen Motivation, Selbstwirksamkeit und dauerhaft bessere Lernergebnisse auch im Bereich der Basiskompetenzen. Im Mittelpunkt steht folglich die

Personorientierung:
Lernen gelingt dann am besten, wenn die ganze Person gesehen wird – mit ihren Fähigkeiten, Bedürfnissen, Herausforderungen und Lebenslagen. Personorientierte Pädagogik verbindet pädagogisches Fachwissen mit empathischer Beziehungsgestaltung – und schafft Räume, in denen Kinder und Jugendliche wachsen können.

Wie können Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte die individuellen Stärken von Schüler:innen erkennen, gezielt fördern und als Leistung sichtbar machen?
In der Qualifizierung lernen Sie Instrumente und Methoden kennen, mit denen Sie individuelle und vielfältige Potenziale entfalten und gezielt begleiten – unabhängig von Herkunft oder sozialem Umfeld der Schüler:innen.

Wie lassen sich Entwicklungsprozesse wirksam begleiten – im Team, im Kollegium und gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen?
Wir schauen auf gelingende Kommunikation, verbindliche Absprachen und eine Kultur der gegenseitigen Unterstützung – immer mit dem Blick auf individuelle Förderung und nachhaltige Leistungssteigerung. Im Zentrum steht dabei die wachstumsorientierte Haltung der Lehr- und Pädagogischen Fachkräfte.

Welche wissenschaftlichen Erkenntnisse helfen dabei, Bildungsbiografien chancengerecht und stärkenorientiert zu gestalten?
Wir stellen Ihnen aktuelle Konzepte vor, die sich in der Praxis bewährt haben – von der Potenzialentfaltung über personorientierte Förderplanung bis zum Abbau von Barrieren, die die Überführung von Potenzialen in Leistung hemmen.
Als Talentlots:in sind Sie Teil eines wachsenden Netzwerks in Bremen, das Schulen und Kitas bei der gezielten Potenzialförderung unterstützt – kollegial, nachhaltig und entlastend.

Ablauf der Qualifizierungsreihe "Talentlots:in"

Die Qualifizierung zur Talentlots:in bietet ein flexibles, praxisnahes Format für Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte aus Schulen und Kitas. Sie verbindet fundiertes Wissen, konkrete Umsetzungshilfen und kollegiale Vernetzung – für eine Bildungspraxis, in der individuelle Förderung zu Leistung führt.
Nach einem gemeinsamen Auftaktmodul können die weiteren Module in freier Reihenfolge besucht werden. Begleitend entwickeln die Teilnehmenden ein begabungs- und leistungsförderliches Praxisvorhaben, das sie im eigenen Arbeitskontext umsetzen. Den Abschluss bildet eine feierliche Zertifizierung.

1. Auftakt (3 Stunden)
„Potenziale entfalten – Leistung ermöglichen“
Ein gemeinsamer Start in das Verständnis von individueller Förderung, Personorientierung und stärkenbasierter Leistungsentwicklung. Was verstehen wir unter „Potenzial“, „Begabung“ und „Leistung“? Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die schulische Förderung? Wir laden ein, die eigene Kita/ Schule einmal durch die Brille „potenzialentfaltende Bildung“ zu betrachten: Welche Angebote sind bereits implementiert? Wie kann die leistungsförderliche Potenzialentwicklung zum Thema in der Kita / in der Schule werden?

2. Pflichtmodule:

  • „Leistung verstehen, stärken und fördern“ (3 Stunden)
    Was ist Leistung – und wie können wir sie personorientiert entwickeln?
  • „Beziehungsstark Leistung fördern“ (3 Stunden)
    Vertrauen, Motivation und Lernfreude als Grundlage von Leistung: Personorientierung im Zentrum der Beziehungsgestaltung
  • 2-tägiges Modul „Forschendes Lernen“ (16 Stunden)
    Philosophieren, Fragen stellen, Forschen – Schüler:innen als aktive Gestalter:innen ihres Lernens begleiten
  • „Underachievement verstehen, Barrieren abbauen und Leistung ermöglichen“ (3 Stunden)
    Verborgene Potenziale erkennen, Barrieren abbauen und Leistungen ins Leuchten bringen
  • „Präsentation gelungener Praxisbeispiele“ (3 Stunden)
    Aus der Praxis für die Praxis – Inspirationen aus Kita und Schule.

3. Wahl-Pflichtmodule (vertiefend):

  • „Digitale Drehtür: Individuelle Förderung in der Schule leicht gemacht“ (3 Stunden)
    Differenzierung digital gedacht: individuelle Lernwege gestalten
  • „Individuell fördern – Unterrichtsentwicklung potenzialorientiert gestalten“ (3 Stunden)
    Praxisnahe Impulse für eine förderorientierte Schulentwicklung
  • „Achtsamkeitsbasierte Potenzialentfaltung“ (für Kitas und Grundschulen) (3 Stunden)
    Achtsamkeit als Fundament für Selbstwahrnehmung, Konzentration und Lernbereitschaft.

4. umgesetztes Praxisvorhaben
Begleitend zu den Modulen entwickeln die Teilnehmenden ein individuelles Vorhaben zur Begabungs- und Leistungsförderung, das sie in ihrer Einrichtung implementieren.
Die praktische Umsetzung steht im Zentrum der Qualifizierung und fördert die Übertragbarkeit in den pädagogischen Alltag. Diese Best-Practice-Beispiele vermitteln nicht nur den Ausblick in der eigenen Kita / Schule, vielmehr stärken sie auch unser Netzwerk durch viele neue Ideen und Inspirationen.

5. Netzwerktreffen und kollegialer Austausch
Talentlots:innen sind Teil eines aktiven Netzwerks.

  • Teilnahme an Netzwerktreffen ist fester Bestandteil der Qualifizierung. Zu diesen Netzwerktreffen sind Kita- und Schulleitungen gemeinsam mit den Talentlots:innen herzlich eingeladen
  • Zweimal jährlich findet ein kollegialer Austausch für alle Talentlots:innen statt – zur Reflexion, zum Erfahrungsaustausch und zur gegenseitigen Unterstützung
  • So entsteht ein lebendiges Netzwerk, das Pädagog:innen stärkt und Einrichtungen entlastet.

6. Abschluss und Zertifizierung
Mit dem Nachweis der besuchten Module, der Teilnahme am Netzwerk und der Präsentation des Praxisvorhabens erhalten die Teilnehmenden eine Zertifizierung als Talentlots:in – im Rahmen eines feierlichen Abschlusses.

Die Fortbildung im Überblick

Wahlpflicht

Eines der Module A, B oder C muss für die Talentlots:innen-Fortbildungsreihe belegt werden.

Ablaufplan

Wir empfehlen, mit dem Auftakt-Modul zu beginnen. Die übrigen Module können in beliebiger Reihenfolge belegt werden

Liste der Module

Für die Qualifizierung als Talentlots:in müssen insgesamt sieben Pflicht-Module und ein Wahlpflicht-Modul belegt werden.
LIS Fortbildung · Alexandra Brietzke