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Die Module

Auftakt-Modul: Potenziale entfalten - Leistung ermöglichen.

Ein gezeichnetes aufgeblättertes Buch, aus dessen Mitte ine Pflanze wächst

Wie können Lehrpersonen und pädagogische Fachkräfte Potenziale von Kindern und Jugendlichen erkennen, fördern und in individuelle Leistungen überführen? Die Veranstaltung bietet praxisnahe Impulse und fundiertes Wissen zur ganzheitlichen Begabungsförderung auf Basis aktueller Modelle (u.a. Renzulli, Gardner, Mönks, Fischer). Im Mittelpunkt steht das einzelne Kind als Persönlichkeit sowie die Bedeutung einer wachstumsorientierten Haltung für zukunftsfähige Bildung.

Das Verständnis einer inklusiven Begabungsförderung orientiert sich an den vielfältigen individuellen Potenzialen, die entwickelbar sind. Leistung wird hier nicht nur verstanden als Ergebnis, sondern nimmt auch den Weg, der zu dieser Leistung führt, in den Blick. Dabei bezieht sich dieser breite Leistungsbegriff auf vielfältige Potenziale und Begabungen.

Hinweis: Diese Veranstaltung sollte als Auftaktmodul der Qualifizierungsreihe zur Talentlots:in belegt werden, weil hier ein gemeinsames inhaltliches Grundverständnis und Begriffstransparenz im Zentrum stehen.

Ziele: Die Teilnehmenden...

  • können Begabung und Leistung entwicklungsorientiert verstehen
  • wissen um die Bedeutung einer wachstumsorientierten Haltung
  • kennen aktuelle Modelle der inklusiven Begabungsförderung.

Dauer: 3 Stunden, nachmittags

Dozentin: Andrea Wübbenhorst

Modul: Leistung verstehen, stärken und fördern - Personorientierte Förderdiagnostik als Teamaufgabe

Eine Gruppe junger Menschen mit Musikinstrumenten

In dieser Fortbildung steht die Frage im Mittelpunkt, wie Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte gemeinsam die individuellen Leistungen von Kindern und Jugendlichen verstehen und auf dieser Basis gezielte, stärkenorientierte und leistungsfördernde Förderprozesse gestalten können. Unter dem Leitgedanken „Diagnostik als Teamaufgabe“ werden praxisnahe Zugänge zur personorientierten Förderdiagnostik vermittelt und in kollegialer Zusammenarbeit erprobt.
Zentrale Inhalte der Veranstaltung:
Diagnostische Instrumente sinnvoll nutzen: Wie lassen sich Ergebnisse aus Schulleistungstests und Begabungsdiagnostik konstruktiv für die individuelle Förderung nutzen? Welche Rolle spielen IQ-Tests im schulischen Kontext und wie können sie pädagogisch eingeordnet werden?
Pädagogische Diagnostik im Alltag: Systematisches Beobachten als zentrales Element der personorientierten Diagnostik – praxisnah, niederschwellig und anschlussfähig an den Unterrichtsalltag.
Förderdiagnostik gemeinsam planen: Wie entwickeln wir einen förderdiagnostischen Kreislauf im Kollegium? Welche Formen der Dokumentation und Rückmeldung unterstützen die nachhaltige Förderung von Lern- und Entwicklungsprozessen?
Die Fortbildung kombiniert fachlichen Input mit kooperativen Arbeitsphasen und Erfahrungsaustausch. Im Fokus steht die konkrete Umsetzung im Schulalltag – mit Blick auf das Kind als Ganzes, auf seine Leistungen, Potenziale und Bedarfe.

Ziel: Die Teilnehmenden...

  • verschaffen sich einen Überblick über diagnostische Verfahren, die in Bremer Schulen etabliert sind
  • erhalten Impulse, systematische personzentrierte Beobachtungen in ihren Unterrichtsalltag zu integrieren
  • planen gemeinsam einen förderdiagnostischen Kreislauf und erproben kooperative Formen der Förderplanung, Dokumentation und Rückmeldung
  • erhalten Anregungen, individuelle und vielfältige Kompetenzen sichtbar zu machen und nachhaltig zu sichern.

Dauer: 3 Stunden, nachmittags

Dozentin: Andrea Wübbenhorst

Modul: Beziehungsstark Leistung fördern - Personorientiert unterrichten und entwickeln

Ein in bunten Farben und im minimalistischen stil gezeichnetes Kind, das von zwei Erwachsenen umsorgt wird.

Beziehung ist der Treibstoff für gelingende Lern- und Entwicklungsprozesse. Die Fortbildung zeigt praxisnah, wie tragfähige Beziehungen im Schulalltag gestaltet und für inklusive Begabungsförderung genutzt werden können. Auf Basis der PSI-Theorie nach Julius Kuhl wird deutlich, wie Beziehung, Motivation und Selbststeuerung zusammenhängen – und warum gerade klare Grenzen Beziehung stärken können. Mit der Methode Lego® Serious Play® erleben die Teilnehmenden, wie im Team neue Perspektiven entstehen. Im Fokus stehen praxisnahe Werkzeuge, u.a. für gelingende Feedbackgespräche.

Ziele: Die Teilnehmenden...

  • reflektieren die Bedeutung von Beziehung für Lernen und psychische Gesundheit
  • erhalten Impulse zur Umsetzung der PSI-Theorie im Schulalltag
  • erproben kreative Methoden zur Team- und Unterrichtsentwicklung
  • entwickeln personorientierte Ansätze für die eigene Praxis.

Dauer: 3 Stunden, nachmittags

Dozentin: Andrea Wübbenhorst

Modul: Forschendes Lernen - philosophieren, fragen, forschen

Mehrere Kinder stehen vor chemischen Geräten und blicken interessiert auf die Ergebnisse ihrer Arbeit

Das forschende Lernen in Verbindung mit „Philosophieren“ mit Kindern eröffnet Kindern und Jugendlichen vielfältige Möglichkeiten, sich ihren individuellen „großen Fragen“ anzunähern, Sinnzusammenhänge zu erkennen, Wissen zu konstruieren, auszubauen und zu präsentieren. Zentrale Kenntnisse, Kinder und Jugendliche bei der forschenden, zielorientierten Auseinandersetzung mit individuellen Fragestellungen zu begleiten, werden praxisorientiert vermittelt und erprobt.
Im zweiten Teil des Moduls Forschendes Lernen werden die im Teil 1 erworbenen Kenntnisse vertieft und in einem praxisorientierten Rahmen erprobt.

Ziele: Die Teilnehmenden...

  • haben ihr Wissen zur Methode des Forschenden Lernens vertieft
  • kennen Methoden, das Forschende Lernen zu implementieren
  • wissen um die Einsatzmöglichkeiten unterschiedlicher Materialien im Kontext des Forschenden Lernens
  • können die neu erworbenen Kenntnisse einrichtungsspezifisch einsetzen

Dauer: 16 Stunden, zwei vor- und nachmittage

Dozentin: Ruth Jacobi, Schulleiterin a.D.

Modul: Underachievement verstehen - Barrieren abbauen und Leistung ermöglichen

Schüler:innen in einem Klassenzimmer, die gelangweilt, uninteressiert oder überfordert wirken

Nicht immer gelingt es begabten Kindern und Jugendlichen, ihr vielfältiges Potenzial auch in entsprechende Leistung zu überführen. Die Ursachen für dieses Phänomen des Underachievements sind meist vielschichtig. Entsprechend bedarf es mehrdimensionaler Lösungsansätze, um Wege aus dieser für Kinder, Pädagog:innen und Familie belastenden Situation zu finden.
Hier bietet das Zürcher Ressourcenmodell (ZRM) eine Möglichkeit, mit Underachievern an ihren Motiven und der Überführung ihrer Potenziale in sichtbare Leistung zu arbeiten.

Anhand von Fallbeispielen und konkreten Empfehlungen für das Kita- und Unterrichtsgeschehen öffnen wir den Blick auf Handlungsoptionen im Umgang mit Underachievern.

Ziele: Die Teilnehmenden...

  • sind in der Lage, minderleistende Kinder und Jugendliche zu identifizieren
  • wissen um unterschiedliche Motive, die zur Minderleistung führen
  • können grundlegende Handlungsmotive in der Interaktion mit Kindern und Jugendlichen identifizieren
  • richten ihr pädagogisches Handeln personorientiert aus, um potenzialentfaltendes Lernen zu ermöglichen.

Dauer: 3 Stunden, nachmittags

Dozentin: Michaela Rastede

Modul: Präsentation gelungener Praxisbeispiele

Personen im Rampenlicht auf einer Bühne, die Ergebnisse präsentieren.

Alle Einrichtungen im Netzwerk Begabungsförderung Bremen sind an vielen Stellen sehr erfolgreich, was die potenzialorientierte Förderung von Kindern und Jugendlichen betrifft. Diese Praxiserfahrungen sollen im Modul 6 präsentiert werden. Damit haben alle Teilnehmenden die Gelegenheit, sich von neuen Ideen inspirieren zu lassen. Die Präsentationen werden als Bestandteil der Qualifizierung zur Talentlots:in in einem feierlichen Rahmen gewürdigt (Modul 7). Termine für die Zertifizierungsfeier werden gesondert bekannt gegeben.

Ziele: Die Teilnehmenden

  • haben ihre begabungsförderlichen Angebote an den individuellen Lernbedürfnissen der Kinder orientiert
  • haben mit ihrem Praxisbeispiel dazu beigetragen, dass Kinder und Jugendliche ihre individuellen Potenziale in Leistung überführen können
  • haben ihre Kenntnisse aus den Modulen der Qualifizierungsreihe zur Talentlots:in in ihre Praxisbeispiele integriert
  • haben ihr begabungsförderliches Praxisbeispiel in Form einer digitalen Präsentation dokumentiert
  • teilen ihre Praxiserfahrungen und ihr Wissen mit unterschiedlichen Beteiligten
  • können ihre begabungsförderliche Arbeit reflektieren
  • entwickeln ihre begabungsförderliche Tätigkeit anhand des Feedbacks unterschiedlicher Beteiligter weiter

Dauer: 3 Stunden, nachmittags

Referent:innen: Andrea Wübbenhorst und Dr. Andre Stuber

Zur Vorbereitung auf dieses Modul wird ein Vorbereitungskurs angeboten:
In diesem Vorbereitungskurs werden formale Anforderungen geklärt und anhand von Beispielen alter Präsentationen erläutert. Die Teilnehmenden haben Gelegenheit zur Bearbeitung und Klärung individueller Fragestellungen rund um das Thema "Abschlusspräsentation": Außerdem werden die Kurz-Vorstellungen im Rahmen der Zertifizierungsfeiern erläutert.

Dauer: 3 Stunden, nachmittags

Dozentin: Andrea Wübbenhorst

Abschluss: Zertifizierung

Ein Bild von der Zertifizierungsfeier, bei der man sitzende Personen und die Bühne sieht

Feierlicher Abschluss der erfolgreichen Qualifizierung mit Übergabe der Zertifikate

Wahlpflicht-Modul A: Individuell fördern - Unterrichtsentwicklung potenzialorientiert gestalten

Eine Box, in der der Schriftzug

Titel: Individuell fördern- Unterricht potenzialorientiert gestalten
Unterricht mit Weitblick: Potenziale entfalten, Leistung stärken, Zusammenarbeit nutzen
Im Rahmen des Wahl-/Pflichtmoduls A der Qualifizierung zur Talentlots:in bietet das LIS Bremen drei praxisorientierte Veranstaltungen an, aus denen die Teilnehmenden entsprechend ihres schulischen Kontexts und Interesses wählen können. Ziel des Moduls ist es, zentrale Kompetenzen zur Förderung von Potenzialen und zur kooperativen Schul- und Unterrichtsentwicklung zu stärken.

Alle Angebote sind Produkte der bundesweiten Initiative „Leistung macht Schule“ (LemaS). Sie wurden kooperativ von Wissenschaftler:innen und Praktiker:innen in Schulen unterschiedlicher Bildungsstufen entwickelt und evaluiert. Jetzt stehen sie zum Transfer bereit.

Zur Auswahl stehen folgende Angebote, die alle im zweiten Schulhalbjahr stattfinden werden:
1. Lesson Study – Kooperative Unterrichtsentwicklung:
Diese Veranstaltung vermittelt das aus Japan stammende Verfahren der „Lesson Study“ zur gemeinsamen Planung, Beobachtung und Reflexion von Unterricht. Lehrkräfte lernen, wie sie im Team forschend Unterricht weiterentwickeln und dabei gezielt auf die Förderung individueller Potenziale ihrer Schüler:innen eingehen können.
Dozent:innen: Dr. Klara Kager, Swantje Bolle, Universität Potsdam

2. LUPE – Potenzialdiagnostik in der Grundschule (Naturwissenschaft & Mathematik):
Im Fokus dieser Veranstaltung steht das diagnostische Instrument LUPE, das in der Grundschule zur Erkennung naturwissenschaftlicher und mathematischer Potenziale eingesetzt wird. Die Teilnehmenden erhalten Einblicke in Anwendung und Interpretation der LUPE-Materialien sowie deren Einsatz zur gezielten Förderung.
Dozent:innen: Julia Lellmann, N.N., Universität Trier

3. Toolbox - Strukturen schaffen für Kooperationen im Team:
Diese Veranstaltung bietet praxisnahe Methoden und Werkzeuge zur Etablierung und Weiterentwicklung kooperativer Strukturen im Kollegium. Ziel ist es, nachhaltige Teamprozesse zur Potenzialförderung zu unterstützen – etwa durch gemeinsame Zielsetzungen, Rollenklärung und Feedbackkultur.
Dozent:in: Ricarda Albrecht, HU Berlin

Alle drei Veranstaltungen bieten Raum für Austausch, Reflexion und praktische Impulse zur Umsetzung im eigenen schulischen Alltag.
Ziele: Die Teilnehmenden …
• setzen sich aktiv mit praxisnahen Konzepten zur individuellen Förderung und Potenzialdiagnostik auseinander und lernen, diese wirksam in ihren Unterricht zu integrieren.
• entwickeln im kollegialen Austausch Handlungsstrategien, um die Leistungsentwicklung von Schüler:innen gezielt und nachhaltig zu unterstützen.
• erarbeiten Möglichkeiten, wie sie Kooperation im Kollegium gezielt fördern können, um Unterricht gemeinsam weiterzuentwickeln und systematisch auf Potenzialentfaltung auszurichten.

Dauer: 3 Stunden, nachmittags

Ansprechpartnerin für inhaltliche Fragen: Andrea Wübbenhorst, [E-Mail: andrea.wuebbenhorst@lis.bremen.de]

Wahlpflicht-Modul B: Digitale Drehtür - Individuelle Förderung in der Schule leicht gemacht

Ein gezeichneter Bildschirm, auf dem verschiedene Forschungsthemen zu sehen sind, die über den Bildschirm in die reale Welt hinausragen

Im Rahmen der Veranstaltung lernen die Teilnehmer:innen die Angebotsstruktur der Digitalen Drehtür kennen, erkunden sie umfassend und erwerben Kenntnisse zu den theoretischen Hintergründen. Darüber hinaus werden gemeinsam Ansätze und Ideen erarbeitet, wie das potenzialentfaltende digitale Lernen mit der Digitalen Drehtür die begabungsförderliche Schulentwicklung fördern kann.
Die „Digitale Drehtür“ wurde in Bremen entwickelt und richtet sich bundesweit an Schüler:innen ab der 2. Klasse. Hier können die Kinder interessengeleitet und selbstreguliert in Live-Kursen mit Expert:innen gemeinsam zu einem Thema arbeiten oder sich in Selbstlernkursen mit vielfältigen Inhalten befassen, die ihren Neigungen entsprechen.

Dauer: 3 Stunden, nachmittags

Dozentin: Cynthia Borchert, Team Digitale Drehtür

Wahlpflicht-Modul C: Achtsamkeitsbasierte Potenzialentfaltung

Ein Steg, an dessen Ende eine Person sitzt, die entpannt aufs Wasser starrt

Diese Veranstaltung richtet sich an Mitarbeitende aus Kitas und Grundschulen, die die positive Wirkung von Achtsamkeit als Grundlage für die potenzialentfaltende Entwicklung von Kindern nutzen und gezielt einsetzen möchten. Forschungsergebnisse belegen sehr deutlich den Nutzen der Arbeit mit Kindern in diesem Bereich. Hier sind besonders das verbesserte Körperbewusstsein, Emotionsregulation, Stressresilienz und die verbesserte Konzentrations- und Merkfähigkeit hervorzuheben. In dieser Veranstaltung erfahren Teilnehmende Hintergründe über das Potenzial von Achtsamkeitspraxis in Kita und Grundschule. Weiterhin werden Teilnehmende einige Übungen praktisch ausprobieren, sich damit gemeinsam reflektierend im Hinblick auf die Anwendung in ihren Lern- oder Kindergruppen auseinandersetzen und Material zum Themenrahmen kennenlernen.
Nach einer gemeinsamen Einführung wird speziell zu den verschiedenen Zielgruppe vertiefend gearbeitet.

Ziele: Die Teilnehmenden

  • haben ein Grundlegendes Verständnis von achtsamkeitsbasierter Potentialentfaltung
  • kennen unterschiedliche Achtsamkeitsübungen für den praktischen Einsatz in der Arbeit mit Kindern
  • haben ein erweitertes Repertoire an weiterführender Fachliteratur
  • haben eigene Erfahrungen zur Wirkweise von unterschiedlichen Achtsamkeitsübungen
  • haben sich reflektierend mit der Wirkweise unterschiedlicher Übungen auseinandergesetzt
  • sind in der Lage, Achtsamkeitsübungen in ihre Praxis zu integrieren

Dauer: 3 Stunden, nachmittags

Dozentin: Katharina Berbüsse, LIS

LIS Fortbildung · Alexandra Brietzke