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Inklusive Pädagogik und Sonderpädagogik

Bremen hat das Gebot der Behindertenrechtskonvention Schülerinnen und Schüler mit und ohne Förderbedarf gemeinsam zu unterrichten am konsequentesten umgesetzt. Damit wurden und werden die Schulen vor hohe Anforderungen gestellt. Das Berufsbild der Lehrerinnen und Lehrer – insbesondere der Sonderpädagogen/innen - wird einer starken Veränderung unterzogen. Die Arbeit im Team stellt eine wesentliche Basis pädagogischer Handlungen dar.

"Inklusion ist richtig und wichtig, aber die Schulen brauchen Unterstützung und vor allem genügend gut ausgebildetes Personal" J. Dräger, Presseerklärung zur Klemm-Studie, 2013

Dieser Anspruch stellt sich auch der Fortbildung. Inklusive Beschulung erfordert eine Erweiterung des pädagogischen Handlungsfeldes. Sie fordert aber auch eine hohe Qualität der pädagogischen und sonderpädagogischen Expertise.

"Fortbildung muss in der inklusiven Schule die Angelegenheit des gesamten Personals sein, also auch der Schulleitung, der Schulsozialarbeiter bzw. Erzieher und des weiteren Personals, möglichst gemeinsam" U. Preuss-Lausitz, Inklusionsentwicklung in Deutschland, 2013


Angebote für multiprofessionelle Teams

Unsere Unterstützungsagebote auf dem Weg zur inklusiven Schule finden Sie in unserem Fortbildungsprogramm


Schulinterne Fortbildungsangebote über die Agentur Schulentwicklung

Inklusion - ein verändertes Rollenverständnis

Inklusion - ein verändertes Rollenverständnis von Regelschullehrer/innen, Sonderpädagog/innen und pädagogischen Mitarbeiter/innen?!

Der Weg zur inklusiven Schule fordert zur Reflektion der bisherigen Lehrerrollen heraus und erfordert eine neue Abstimmung. Mit welchen Grundannahmen gehe ich in die Schule? Was bringe ich/bringen wir gemeinsam an Kompetenzen ein? Was wünschen wir uns von einander? Wie können wir unsere Zusammenarbeit für alle bereichernd gestalten?

Solche und ähnliche Fragen sollen vor dem Hintergrund eigener Erwartungen und Erfahrungen, gestützt durch Theorie und Praxis zu ersten Antworten gebracht werden – abgestimmt auf die Situation in der jeweiligen Schule.

Ziele:
- Erleichterung der Zusammenarbeit durch Abstimmung im Team
- Reflektion eigener und fremder Rollenerwartung
- Effektivierung von Teamarbeit

  • Teamentwicklung – Arbeit im multiprofessionellen Team
    Im Rahmen der Entwicklung zur inklusiven Schule bekommt die Arbeit im multiprofessionellen Team eine immer größere Bedeutung. Sie ist eine der wesentlichen Stützen, stellt aber auch hohe Anforderungen an die professionelle Kooperationskompetenz der Einzelnen. Kenntnisse über Teamentwicklungsprozesse, Kommunikation und Konfliktlösungsstrategien sowie Vereinbarungen zur Struktur der Teamarbeit erleichtern die Arbeit. Die SCHIF (in der Regel für bestimmte Teams) wird in Abstimmung mit den Interessen des jeweiligen Teams durchgeführt. In Einzelfällen kann eine Begleitung des Teams vereinbart werden.

  • Förderplanung im Team: Eine strukturierte ressourcenorientierte Methode
    Hier wird ein Verfahren zur Förderplanung vermittelt, in dem auf Grundlage strukturierter Teamgespräche konkrete Absprachen über die weitere Förderung eines Kindes getroffen werden können. Dabei werden alle Beteiligte zu einem ressourcen- und erfolgsorientierten Blick auf den Schüler oder die Schülerin angeregt. Förderplanung im Team stellt ein geeignetes Instrument zur Teamentwicklung dar, wenn sie mit Hilfe der vorgestellten Struktur als zielführender und für alle Beteiligten nutzbringender Kommunikationsprozess gestaltet wird.

  • Förderkonzeptentwicklung in der Schule
    Moderation und Unterstützung bei der Entwicklung eines schuleigenen Förderkonzeptes
    Förderkonzepte dienen der intensiven Prozessbegleitung (Planung, Umsetzung und Evaluation) im Schulentwicklungsprozess.
    Bei der Erstellung eines Förderkonzeptes besteht die zentrale Herausforderung darin, die verschiedenen Bereiche eng zu verzahnen und übergreifende sowie nachhaltige Formen der Zusammenarbeit in der Schule zu verankern und zu systematisieren.
    Eine wichtige Aufgabe ist die Vernetzung und Koordinierung von Akteuren und Maßnahmen innerhalb und außerhalb der Schule.
    Das Förderkonzept einer Schule enthält neben dem Bezug zu den Leitideen des Schulprogramms folgende Aspekte: Fördern und Fordern/Förderdiagnostik/Format der Förderpläne/Grundsätze für Dokumentation, Leistungsbewertung und Evaluation/Grundsätze für Kooperationen.
    In der SCHIF wird der Prozess der Erarbeitung des schuleigenen Förderkonzeptes begleitet und moderiert.

    Ziele:
    - Erarbeitung eines schuleigenen Förderkonzeptes
    - Koordinierung und Abstimmung schulischer Förderung

  • Eltern-Lehrer-Kooperation - Beratungs- und Moderationsangebot für LehrerInnen und Eltern in inklusiven Klassen
    Auch in inklusiven Settings kann es zu Konflikten zwischen Eltern und Pädagoginnen kommen.
    Häufig haben Eltern die Befürchtung dass ihr Kind mit seinen Besonderheiten nicht genug gesehen und gefördert wird. Pädagoginnen hingegen haben den Eindruck, dass die Eltern ihr Engagement um eine gute Integration und Förderung ihrer Schüler nicht genügend würdigen und wehren die in ihrer Wahrnehmung überhöhten Ansprüche ab.

    Kommen schlechte äußere Rahmenbedingungen hinzu (Krankheitswellen, Ausfall der Assistenten, keine Vertretungen u.a.) können diese Konflikte schnell eskalieren und für alle Beteiligten belastend wirken.
    Wir unterstützen Sie durch Beratung und moderierte Eltern-Lehrer-Gespräche mit dem Ziel konstruktiver Verabredung zugunsten des Kindes.

    Ziel: Konstruktive Lösung von Eltern-Lehrer-Konflikten

Anfragen bitte an agentur@lis.bremen.de


Interessante Links

Bremer Portal zur Inklusion

Landesbehindertenbeauftragte Bremen

Eine Schule für alle

Martinsclub

Institut für Menschenrechte


Behindertenverbände

Weitere Unterstützung zu sonderpädagogischen Fragestellungen bieten die Behindertenberbände in Bremen an MEHR