Sie sind hier:

Ziele und Aufgaben der Ausbildung

Die Ausbildung im Vorbereitungsdienst soll Referendar:innen für das jeweilige Lehramt an öffentlichen Schulen qualifizieren.
Konkrete Ziele und Aufgaben werden durch das Bremische Ausbildungsgesetz für Lehrämter - BremLAG und die Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Lehrämter - APV-L bestimmt.

Ziele

Die Ausbildung soll die Lehrer:innen qualifizieren, wissenschaftlich fundiert, eigenständig und verantwortungsbewusst die ihnen im Bremischen Schulgesetz übertragenen Aufgaben zu erfüllen, an der Weiterentwicklung ihrer Schule mitzuwirken und den Anforderungen sich verändernder Schulpraxis gerecht zu werden. Dabei sollen Lehrer:innen insbesondere auch befähigt werden, Schüler:innen so zu fördern, dass sie unabhängig von ihrer sozialen Herkunft ihr Recht auf Bildung verwirklichen können. Dies schließt die Kompetenzen ein:

  1. den Unterricht fach- und sachgerecht zu planen, durchzuführen und zu reflektieren und dabei auch fächerübergreifende Themenstellungen einzubinden,
  2. durch die Gestaltung von Lernsituationen Schüler:innen zu unterstützen, Zusammenhänge zu erkennen und Gelerntes zu nutzen sowie ihre Fähigkeiten zum selbstbestimmten Lernen und Arbeiten zu fördern,
  3. Informations- und Kommunikationstechnologien didaktisch sinnvoll in den Unterricht zu integrieren,
  4. soziale und kulturelle Lebensbedingungen von Schüler:innen zu berücksichtigen, Lernvoraussetzungen und Lernprozesse von Schüler:innen zu diagnostizieren und die Schüler:innen im Unterricht und in der Schule gezielt individuell in heterogenen Lerngruppen zu fördern,
  5. Werte und Normen zu vermitteln und selbstbestimmtes Urteilen und Handeln von Schüler:innen zu unterstützen,
  6. Leistungen von Schüler:nnen auf der Grundlage transparenter Beurteilungsmaßstäbe zu erfassen und Lernende und deren Eltern gezielt zu beraten,
  7. Gespräche zur Beratung oder Konfliktregulierung mit Schüler:innen, Eltern, Ausbildenden und Arbeitskolleg:innen zu führen,
  8. die notwendigen schulrechtlichen Kenntnisse in ihre Arbeit einzubeziehen,
  9. individuell und im Team die eigene Arbeit zu evaluieren und sich fachlich und überfachlich fortzubilden,
  10. Verfahren der Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung in der Schule anzuwenden (vgl. §3 Bremisches Lehrerausbildungsgesetz - BremLAG).

Aufgaben

Aufgabe des Vorbereitungsdienstes ist laut Bremischem Lehrerausbildungsgesetz „die Fortsetzung, Vertiefung und Ergänzung der universitären Ausbildung für die berufliche Tätigkeit."

Der Schwerpunkt der Ausbildung im Vorbereitungsdienst liegt auf der verantwortlichen Planung, Durchführung und kollegialen Auswertung selbstständiger Unterrichtstätigkeit an Schulen.

Dabei sollen Referendar:innen Kenntnisse und Fertigkeiten erwerben, insbesondere

  1. in den rechtlichen Grundlagen, die den Rahmen der beruflichen Tätigkeit setzen,
  2. in der akzeptierenden Gesprächsführung mit Lernenden und Eltern,
  3. in der Gremienarbeit mit dem Ziel der Qualitätsentwicklung des Unterrichts und des übrigen schulischen Lebens sowie
  4. in der Reflexion der beruflichen Tätigkeit mit anderen Lehrkräften.

Bei ihrer Ausbildung werden die Referendar:innen vom Landesinstitut für Schule und den Schulen beraten und unterstützt.
Die reguläre Dauer des Vorbereitungsdienstes beträgt 18 Monate.