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Netzwerk „Fördern durch Aufgabenorientierung“

In Verantwortung Prof. Dr. Mark Bechtel (http://www.fb10.uni-bremen.de/lehrpersonal/bechtel.aspx)

Schulen:

Kooperationspartner im LIS:

Dr. Wolfram Sailer
(Referent für Schulbegleitforschung, Abteilung Qualitätssicherung und Innovationsförderung)

Projektbeschreibung:

Sich mit einer französischen Freundin am Telefon zum Kino verabreden: Was müssen Schüler alles können, um solch eine konkrete Alltagssituation auf Französisch zu bewältigen? Das Kinoprogramm überfliegen, am Telefon ein Gespräch beginnen, sich auf einen Film einigen, einen Termin ausmachen, nachfragen, Notizen zum Treffpunkt machen, abstimmen, wann es am besten in den Tagesablauf passt. Schülerinnen und Schüler simulieren im Unterricht auf Französisch solche Situationen, um die damit verbundenen Aufgaben zu lösen.
Anspruchsvolle kommunikative Aufgaben dieses Typs stehen im Mittelpunkt des Ansatzes der Aufgabenorientierung, mit dem sich das im August 2008 gegründete Netzwerk „Fördern durch Aufgabenorientierung“ beschäftigt.

Die Aktualität erhält der aufgabenorientierte Ansatz dadurch, dass er mit einer der wichtigsten bildungspolitischen Instrumente der letzten Jahre in Verbindung gebracht wird: den Bildungsstandards für die Erste Fremdsprache (Englisch/Französisch) und den in der Folge auf Länderebene entwickelten Bildungsplänen. Der seit 2006 geltende Bremer Bildungsplan für Französisch/Spanisch als Zweite Fremdsprache legt fest, über welche kommunikativen Kompetenzen (Hörverstehen, Sprechen, Leseverstehen, Schreiben, Sprachmittlung), Methodenkompetenzen und interkulturellen Kompetenzen die Schülerinnen und Schüler am Ende der Jahrgangsstufen 6, 8 und 10 in der Gesamtschule bzw. im Gymnasium verfügen sollen. Bei der Frage, wie ein an der Förderung dieser Kompetenzen ausgerichteter Fremdsprachenunterricht methodisch gestaltet werden soll, wird auf den aufgabenorientierten Ansatz zurückgegriffen. Denn erst beim Lösen anspruchsvoller kommunikativer Aufgaben ist zum einen erkennbar, inwiefern ein Schüler über diese Kompetenzen verfügt und wo er ggf. gefördert werden muss, und zum anderen können erst durch das Bearbeiten und Reflektieren solcher Aufgaben im Unterricht allmählich diese Kompetenzen ausgebildet werden.

Das Netzwerk geht der Frage nach, inwieweit der methodische Ansatz der Aufgabenorientierung Schülerinnen und Schülern im Fach Französisch bzw. Spanisch der Sek I helfen kann, die im Bremer Bildungsplan festgeschriebenen Kompetenzerwartungen im Unterricht auszubilden und den Unterricht durch die Ausrichtung auf lebensnahe authentische Situationen gleichzeitig attraktiver zu gestalten.

Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt. Im ersten Projektjahr geht es darum, Unterrichtsmodule nach den Prinzipien der Kompetenz- und Aufgabenorientierung für eine konkrete Lerngruppe zu erstellen, die die unterschiedlichen Kompetenzbereiche fördern. Dabei greifen die beteiligten Lehrerinnen auf bereits bestehende Lernaufgaben (LIS, IQB) zurück oder entwickeln selbst eigene Aufgaben. Im zweiten Projektjahr setzen sie die Unterrichtsmodule in ihren Klassen ein und führen begleitend Aktionsforschungsprojekte durch. Im dritten Projektjahr werden die Ergebnisse in den Schulen und einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt und diskutiert. Basierend auf den Erfahrungen im Projekt werden darüber hinaus ein Fortbildungskonzept zum Thema „Kompetenz- und Aufgabenorientierung im Französisch- und Spanischunterricht der Sek I“ erarbeitet und Fortbildungen durchgeführt.

[FETTAktueller Forschungsstand ]

Kurzbericht zu den Ergebnissen mit einem Überblick über die Einzelprojekte als [LINK34397;PDF-Dokument]

Präsentation des Netzwerkes auf der 14. Jahrestagung Schulbegleitforschung in Oldenburg am 17.09.2009.
PPT-Entwicklung, Implementierung... (ppt, 1.2 MB)